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ElfQuest

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1

Sonntag, 8. Oktober 2006, 14:29

Automatische Bewässerung

Hallo,

da ich nun erstmal bis zum Frühjahr warte, bis eine Lasius niger Kolonie bei mir einzieht, möchte in dieser Zeit das Formicarium richtig ausbauen.

Folgende Grundlagen sind gegeben:

1. Aquarium 60x30x30cm
2.diverse Aquarienartikel wie Pumpe und Heizung(wobei die Heizung eigentlich wegfällt)
3. Einige Ytongblöcke verschiedener größen
4. ettliches kleinmaterial zur Ausstattund und Deko

Zur Idee:

Ich möchte ein Ytongnest in form eines Berges bauen, Dieser "Berg" soll später in einer der Vorderen Ecken des Quariums stehen, so dass man von vorne und von der Seite die Ameisen beobachten kann.
Auf dem Berg möchte ich zur Bewässerung einen kleinen Flusslauf aufbauen, durch bohrungen direkt im Flussbett sollen Bohrungen das Wasser dann tief genug in das Nest eindringen.
Der von mir erdachte Vorteil liegt darin, dass der Ytong nur soviel Wasser aufnimmt wie er vertragen kann und das überschüssige Wasser fließt in ein kleines Becken mit einer Zimmerbrinnenpumpe zurück.
Natürlich möchte ich den Flusslauf so Dimensionieren, dass er keine Gefahr für die Ameisen darstellt, also mehr so ein kleines Bächlein das dann langsam in das Becken zurücktropft.

Hat schonmal jemand etwas vergleichbares gebaut und damit erfahrungen gesammelt? Wenn ja, waren sie positiv oder eher Negativ? :D

Die Sache mit dem Berg werde ich auf jeden fall umsetzen, jedoch bin ich mir noch mit der entgültigen Bewässerung im unklaren, gibt es vielleicht bessere/effektivere möglichkeiten ohne zusätzliche Anbauten? Ich hab nämlich keinen platz um zusätzliche Geräte oder sonstige Gegenstände neben das Aquarium zu stellen. Soll also alles darin integriert sein.

gruß ElfQuest

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2

Sonntag, 8. Oktober 2006, 14:48

RE: Automatische Bewässerung

Also das mit dem Flußlauf ist mit sicherheit eine sehr schöne und auch wirksame Idee den Ytong feucht zu halten.
Wenn du den Rand des Bächleins so gestaltest, daß die Ameisen nicht abrutschen können, also rauh und flach, dürften sie auch nicht darin ertrinken.

Was mir allerdings mehr sorgen macht ist, daß du die Pumpe mit im Formi haben willst und die Ameisen dauernde Lärmquellen nicht so gern haben. Die Schallübertragung durch das Wasser und den feuchten Ytong ist glaube ich nicht so schlecht.

Ich versuche grad eine aktive Belüftung für mein Formi zu bauen und traue mich nicht so recht, da so eine Unruhe reinzubringen. siehe auch: Belüftung

Falls jemand Erfahrung hat mit Pumpen (Luft oder Wasser) wäre auch ich froh um nützliche Tipps!!

Mauermeise

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3

Sonntag, 8. Oktober 2006, 15:14

Zitat

Natürlich möchte ich den Flusslauf so Dimensionieren, dass er keine Gefahr für die Ameisen darstellt, also mehr so ein kleines Bächlein das dann langsam in das Becken zurücktropft.


meiner erfahrung nach sind EXTREM flache wasserbecken (nicht fließend) schon ein grund wiso eine Lasius sich ersaufen kann ^^

ich sehe das problem einfach i nder größe der tiere und der obflächenspannung des wassers.

du könntest spülmittel in swasser schütten nur das wäre meiner meinung nach nicht so doll für die ameisen.
die oberflächenspannung des wassers führt dazu, das du nicht "unendlich flache" wasserlaeufe kreieren kannst.
da sie dann für die lasius immernoch tief sind ersaufen sie dadrin gerne.

zumal hast du bei einem flusslauf eben "reissendes" wasser mit "franseligen" wasserrändern. wenn du da keine sehr flache und steinige küste baust, werden dir die ameisen einfach weggerissen.

bei anderen arten, wie beispielsweise Polyrhachis dives hab ich gesehen wie die tiere durch recht hohes wasser warten. (bei camponotus nicht explizid gesehen aber könnte auch gut hinkommen).
da könnte man dann einen flachen flusslauf machen weil die ameisen da einfach durchlaufen könnten.

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PoWa

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 17:14

Oberflächenspannung sorgt aber dafür dass die Ameisen über das Wasser laufen können und nicht ersaufen. Das Spülmittel soll ja gerade diese Spannung runtersetzen damit sie nicht mehr drüberlaufen können bei Wassergräben.

Nichtsdestotrotz ersaufen Lasius gerne in den kleinsten Wassertropfen, was aber nichts mit der Oberflächenspannung zu tun hat ;)

Mauermeise

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 18:46

ich habe die oberflächenspannung angeführt weil es mir darum ging ein SEHR "flaches" wasser zu erzeugen durch das ameisen durchlaufen können (wie bei polyrhachis beobachtet) / nicht über, sondern durch das wasser.

da das wasser aber über eine gewisse oberflächenspannung verfügt kann es nicht unendlich flach werden und besitzt eine gewisse tiefe.
da lasius sehr kleine ameisen sind ist das wasser tiefer als sie selbst hoch sind.

andere große ameisen könnten auf ihren langen "stelzen" einfach durch laufen.

da die oberflächenspannung aber bei fließenden gewässern nicht so prickelnd zum drüber laufen ist, werden die lasius einfach untergehn ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mauermeise« (8. Oktober 2006, 18:48)


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Sonntag, 8. Oktober 2006, 18:55

achso :huepf:

Sahal

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 19:13

Hi und Hallo,

bei einem Bachlauf sehe ich noch ein anderes Problem: es wird derart viel Wasser in den Ytong laufen, das dieser Patschnass wird und evtl noch gleich das gesamte Formi flutet...

Ich halte einen "Bergsee" als Wassertank für geeigneter... zumal ein Bachlauf rel. schnell veralgen/vermosen wird.

Zum Thema Oberflächenspannung:
die Oberfläche des Wassers ist immer besterbt, die kleinste Oberfläche einzunehmen.
Und Ameisen werden oft ihren Kopf/Maul gegen das Wasser drücken, um schneller/mehr Wasser aufnehmen zu können. (Teilweise "stemmen" sich kleine Arten regelrecht gegen einen Tropfen :D)
Zuerst werden die Ameisen gegen die Oberflächenspannung vom Wasser abgestosen = weggedrückt.
Umschliesst / benetzt das Wasser aber den Kopf, wird die Oberfläche nach aussen verbogen/gestülpt und nimmt eine größere Oberfläche ein... die Spannung ist bestrebt, wieder eine kleinere Oberfläche einzunehmen und zieht die Ameise Richtung Tropfenmitte...
Das kann/wird soweit gehen, bis die Ameise komplett im Wasser ist... und dann kommmt sie duch eben diese Oberfläche nicht wieder aus dem Wasser heraus.

Das Prinzip ist sehr gut mit einem Sandkorn zu beobachten:
zuerst wird das Sandkorn abgestossen, der Wassertropfen beult sich ein.
Nach Benetzung umschliesst das Wasser das Sandkorn und zieht es unter die Oberfläche... bzw die Oberfläche versucht wieder, eine "glatte" Form einzunehmen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sahal« (8. Oktober 2006, 20:10)


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Mauermeise

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 19:25

Zitat


Ich halte einen "Bergsee" als Wassertank für geeigneter


t'scheck'sch net ^^

und jo der Ytong saugt sich komplett voll ....man könnte aber nur einen kleinen teil des Ytongs so befeuchten und einen anderen mit silikon abschotten.
müsst man aber alles austesten denk ich ;)

so halb offtopic :
bei dem film "Ants" gibts auch ne szene in der die jungkönigin und diese eine ameise genau so wie Sahal es beschreibt in einen Wassertropfen "bezogen" wird ..... soooo nieeedlich *G*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mauermeise« (8. Oktober 2006, 19:27)


Sahal

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 20:16

Zitat

t'scheck'sch net ^^
Ja, fall mir in den Rücken und breite meinen Hang zu seltsamen Formulierungen noch aus... tut mir auch weh ;(

Ajo, wollte nur sagen/schreiben:
wenn er einen Berg plant und den Wassertank optisch in die Gestaltung mit einbeziehen will, halte ich einen Wassertank als "Bergsee" getarnt für sinnvoller als einen Bachlauf.
Blauer Boden, bisserl Grün drumherum, kleinen Bootssteg, evtl nen Angler drankleben...

ElfQuest

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 20:21

Okay, erstmal vielen dank für die anregungen und die Annahme dieses mir persönlich wichtigen Problems.

Aber dennoch möchte ich die einen oder anderen sachen noch editierender weise einbringen:

das mit flusslauf ist wohl jetzt etwas "groß" aufgenommen worden, ihr müsst euch das in der Dimension nicht wie mit einem Zimmerbrunnen vorstellen sondern eher vergleichbar mit dicken regentropfen die sich zusammengeschlossen haben und an einer Autoscheibe oder auf einem Regenschirm in einem kleinen rinnsal hinunterlaufen.
Eben so groß dimensioniert dass zwar in einem permanenten "Wasserströmchen" das wasser im Flusslauf entlanggleitet aber halt kein reißendes Gewässer entsteht. Dieser Ansatz war im grunde dafür gedacht, dass der Ytong nicht ZU feucht wird. Als Sicherheitsabgrenzung für die Ameisen selbst könnte ich mir auch eine Talkumbarriere vorstellen die die Ameisen davon abhält überhaupt an das Wasser zu kommen.

Die Idee mit dem Bergsee-Wassertank ist auch nicht schlecht, wobei der Ytong dann doch eher oben und bis zur Mitte befeuchtet wird...könnte allerdings mit Bohrungen wieder anders aussehen...guter Ansatz, danke :D

Der Punkt mit der Lärmbelästigung ist auch ne Sache die ich mir nicht überlegt hatte, schande über mich :O
Jedoch sehe ich keine möglichkeit ohne "größeren" Aufwand eine Außenpumpe einzusetzen und dann das Wasser wieder zurückzuführen, so dass ich einenkreislauf habe. Also dann doch eher die Wassertankalternative!?!

Ich habe auch mal das Tabellenbuch der (Hoch)Bauzeichner durchgewälzt, da stehen zwar werte drin zur Wasseraufnahme von Ytong, aber nicht bis wohin, wie sind da so die Erfahrungswerte? zieht das Wasser über längere Zeit komplett durch oder verdunstet das Wasser wegen der hohen Oberffäche von Ytong auf halbem wege, wen man kammern und Tunnel hat?

Muss ich dann bei der Wassertankalternative bohrungen vorsehen, dass das Wasser auch gleichmäßig durchzieht?!?

ElfQuest

Mauermeise

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 21:34

also der Ytong stein nimmt wasser auf soviel er bekommt bis er gesättigt ist, und es verteilt sich auch komplett im yton.
wenn du oben einfüllst musst du halt dosieren, weil es nach unten "singt"
von unten nach oben zieht es sich durch kapilarwirkung, wird oben also immer trockener, ist aber dennoch feucht ;)

@Sahal
ah ja coole idee ^^

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ElfQuest

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 22:09

Danke jungens und Mädels, für die vielen Kreativen vorschläge und Antworten, ich hoffe dass dieses Projekt hier weiterhin mit eurer Hilfe in der Theorie ausgebaut werden kann. Aber ich habe einen weiteren Beitrag als Alternative geschrieben wonach ich mich aus finanziellen gründen richten muss.

ElfQuest

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Montag, 9. Oktober 2006, 00:10

Zitat

Original von ElfQuest
Als Sicherheitsabgrenzung für die Ameisen selbst könnte ich mir auch eine Talkumbarriere vorstellen die die Ameisen davon abhält überhaupt an das Wasser zu kommen.


Nun ja, Talkum klappt ganz sicher nicht, denn dieses ist kein Wirkstoff wovor sich Ameisen "fürchten", sondern es ist ganz normales Pulver was nicht an waagerechten Gegenständen angebracht werden kann um die Ameisen zu stoppen, denn dieses hat die Eigenschaften abzubröckeln und somit fallen die Ameisen einfach herunter ;) das ist nur der Trick vom Talkum...


Zurück zum Berglauf:
Meiner Meinung nach sollte uns auch irgentwie eine Größendeminsion gegeben werden, wegen dem Aufsaugverhältnis vom Y-Tong.
Wenn dieser wirklich geplant wird, dann nicht direkt oben anfangen sondern in der Mitte oder weiter unten. Denn wie Mauermeise schon schilderte klappt es besser wenn der Ytong von unten befeuchtet wird, da es nach oben hin trockener wird...
Gruß, Simon