Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: AmeisenCafe. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

  • »Inquisitor« ist männlich
  • »Inquisitor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9

Aktivitätspunkte: 45

Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

Wohnort: Tübingen

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 10. Juli 2007, 20:16

Lasius niger Königin | erste Schritte

Hallo Welt.

Nachdem mir gestern eine Lasius niger Königin über den Schreibtisch spazierte habe ich spontan ein Formicarium gebastelt und heute kam noch eine Königin hinzu, die nun beide in Reagenzgläsern sitzen.

Nun habe ich ein paar grundlegende Fragen, die ich in all den Anleitungen und FAQs bislang nicht beantwortet fand:

1. Wann werden meine Königinnen die ersten Arbeiterinnen aufgezogen haben?

2. Wann sollte ich das Reagenzglas öffnen und sie in ihr YTONG-Nest einziehen lassen?

3. Muß ich die Lasius Niger Königinnen füttern und muß ich Wasser nachfüllen?

4. Falls ja: Besteht die Gefahr, daß die Eier oder Larven in der Watte deponiert werden und ich sie beim Füttern bzw. Nachfüllen beschädige?

5. War es richtig ihnen einen Tropfen Honig ins Reagenzglas zu geben?

6. Ist mein im Anhang zu sehendes Formicarium in Ordnung? Bislang habe ich Aquariumkies als Boden, zwei Kakteen und eine Wurzel als Arena. Der 5 cm tiefe YTONG-Stein hat 5-8 mm große Gänge mit diversen Kammern und oben habe ich ein (auf dem Foto nicht sichtbares) Loch reingebohrt, in dem eine mit Watte gefüllte Spritze (ohne Kolben) steckt und hoffentlich genug Feuchtigkeit an den YTONG Stein abgibt. Ein kleines Wasserbecken (denke an einen Flaschendeckel) kommt noch dazu, sobald mein erstes Volk in den YTONG Stein umzieht.

Danke für Eure Hilfe,

Inquisitor
»Inquisitor« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_2376.jpg

cyanit

Jäger

  • »cyanit« ist männlich

Beiträge: 87

Aktivitätspunkte: 435

Registrierungsdatum: 20. Januar 2007

Wohnort: Hessen

Beruf: Schüler

  • Private Nachricht senden

2

Dienstag, 10. Juli 2007, 20:45

Moin
Erstmal: Willkommen im Forum :)

Zu deinen Fragen:

1. Ich schätze mal so ca. 1-2 Monate wird es dauern, bis die ersten Pygmäen das Licht der Welt erblicken, wobei du ja nicht sicher sein kannst, dass du Lasius niger erwischt hast, weil die genaue Bestimmung mit dem bloßen Auge sogut wie unmöglich ist.

2. Das RG solltest du öffnen, wenn die ersten Arbeiterinnen da sind, wobei du auch eine sozialparasitische Lasius sp. erwischt haben könntest.
Ohne eine ungefähre bestimmung wird sich nichts genaues sagen können.

3. Lasius niger gründet Claustral, d.h. das du ihr nichts geben musst.

4. Siehe 3. :D eine Fütterung während der Gründung ist das unnatürlichste, was man der Gyne antun kann und sie wird warscheinlich auf den "Eindringling" mit Panik reagieren.

5. Wie gesagt das ist Meinungssache. Meiner Meinung nach ist es unnatürlich und die Reserven der Königin reichen locker :)
Aber ist ja schon passiert.

6. So wie ich das sehe, sind beide Königinnen im selben Formi. Während der Gründung ist das ja kein Problem (kommen ja nicht raus), aber später werden sich die Kolonien gegenseitig auslöschen.
Sie müssen auf jeden Fall getrennt werden!

MfG
cyanit
Hier geht es zu meinem Raptiformica sanguinea Haltungsbericht

Wyski

Brutpfleger

  • »Wyski« ist männlich

Beiträge: 233

Aktivitätspunkte: 1 165

Registrierungsdatum: 11. Juni 2007

Wohnort: Burgrieden

Beruf: Fleißiger Realschüler

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 10. Juli 2007, 20:47

RE: Lasius niger Königin | erste Schritte

Erstmal wilkommen im Forum.

1. Das hängt von den Haltungsbedingungen ab.
Doch im durchschnitt dauert es ungefähr 1,5 monate.


2. Du kannst das RG nach dem schlüpfen der ersten Arbeiterinn
öffnen und ins Formi stellen. Es wird aber wahrscheinlich eine weile dauern bis sie in den Ytong umziehen.


3. Da Lasius Niger in der Gründungsphase keine Nahrung zu sich nimmt darfst du sie nicht füttern! Du kannst ihnen nach dem schlüpfen der ersten Arbeiterinn futter anbieten.
Das Wasser im RG musst du erst nachfüllen wenn es ganz lehr ist.


4. --------------


5.Nei du solltes ihnen in der Gründungsphase keine Nahrung anbieten und erst recht nicht im RG das löst stress aus und sie könnten ihre Brut auffressen


6.------------------------


P.s du musst bedenke das nach dem schlupf der ersten Arbeiterinn sich die Königinnen wahrscheinlich bekriegen und das die schwächere oder gar beide Sterben werden

l.g Wyski


Edit. Mist war wohl einr schneller als ich
MFG Wyski

Gestern stand ich am Abgrund heute bin ich einen Schritt weiter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wyski« (10. Juli 2007, 20:48)


Werbung

unregistriert

Werbung


EastGate

Straßenbauer

  • »EastGate« ist männlich

Beiträge: 188

Aktivitätspunkte: 940

Registrierungsdatum: 5. August 2006

Wohnort: Berlin

Beruf: Logistikmanager in der Photovoltaikindustrie

  • Private Nachricht senden

4

Dienstag, 10. Juli 2007, 20:48

RE: Lasius niger Königin | erste Schritte

Hallo und willkommen im Forum.

Hier die Antworten zu Deinen Fragen:
(Natürlich sind die Antworten nur korrekt, wenn es sich wirklich um Lasius niger handelt.)

1.) Nach der Ablage der ersten Eier: 1,5 - 2,5 Monate
2.) Sobald die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind kannst Du das RG öffnen. Sie werden jedoch erst in den Ytong ziehen, wenn das RG zu klein ist.
3.) Da sie claustral gründen, benötigen sie kein Futter. Wenn das RG richtig angefertigt wurde, muss das Wasser normalerweise nicht nachgefüllt werden.
4.) Ja aber siehe 3.!
5.) Nein. Der Honig könnte Schimmeln. Das beste ist den Honig vorsichtig entfernen oder warten was passiert. Außerdem siehe 3.!
6.) Siehst ganz nett aus. Vielleicht kannst Du ja noch ein paar Blätter reinlegen. Sieht besser aus...

Gruß und ein gutes Gelingen

EastGate

markkus

Moderator a. D.

  • »markkus« ist männlich

Beiträge: 458

Aktivitätspunkte: 2 290

Registrierungsdatum: 2. April 2006

Wohnort: Ammerndorf (bei Fürth)

Beruf: Dipl.-Ing.(FH) Bauingenieurwesen

  • Private Nachricht senden

5

Dienstag, 10. Juli 2007, 21:25

Am besten wäre es natürlich gewesen, wenn du jede Jungkönigin direkt in ein Ytong-Nest gesetzt hättest... damit hättest du zumindest einen Umzug der Kolonie erspart. Aber auf die schnelle hast du das dann wohl nicht geschafft zwei Ytongs zu bauen ;)

Es ist nicht zwingende Pflicht die Jungköniginnen in ein RG zu setzen... machen halt die meißten und sieht dann immer so aus als müsste das so sein... naja.

Wie schon gesagt - falls es sich um Lasius niger handelt darfst du kein Futter während der Gründerphase anbieten - zumindest solange bis die ersten Pygmäen geschlüpft sind. Ich würde generell kein Futter im RG anbieten, sondern nach dem Öffnen einfach außerhalb in der Arena... sobald die kleinen Hunger bekommen werden sie es schon finden.

EDIT: Was ich gerade an deinen RG´s erkannt habe: Du hast den Wassertank zwar bis zur Watte großzügig gestaltet, jedoch nur halb gefüllt - oder sieht das nur so aus?? Warum hast du den Wassertank nicht gleich ganz voll gemacht? Wassertank auffüllen find ich nicht so gut (außer wenns wirklich sein muss). Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass ein Teil der Brut auf der Watte oder zumindest in unmittelbarer Nähe der Watte gelagert wird. Sobald du also nachfüllen möchtest, störst du den unmittelbaren Nestbereich. Weiterhin kann durch das Nachfüllen die "Trennwand Watte" ein Leck bekommen und es dringt Wasser in den vorderen RG-Bereich ein - die Brut wäre somit stark gefährdet! Nicht unbedingt förderlich für das Koloniewachstum.

markkus
Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. Bert Brecht
Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht. Heinrich Nordhoff
Der Kluge läßt sich belehren, der Unkluge weiß alles besser.

  • »Inquisitor« ist männlich
  • »Inquisitor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9

Aktivitätspunkte: 45

Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

Wohnort: Tübingen

  • Private Nachricht senden

6

Mittwoch, 11. Juli 2007, 10:28

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Leider habe ich die traurige Nachricht zu verkünden, daß meine gestern gefangene Königin (ein Riesenvieh) heute früh tot rücklinks im Honig klebte, obwohl das wirklich nur ein kleiner Tropfen war, der aber flächig zerflossen ist.

Damit ist die Honigfrage endgültig beantwortet.

Muß ich mich heute nachmittag wieder auf die Suche nach einer zweiten Königin machen.

Noch eine Frage habe ich: Ich habe nur einen Balkon, auf dem es im Winter deutlich unter 0°C sein wird und einen Keller, in dem es wohl nie unter 10°C sein wird - habt Ihr eine Idee, wo ich mein Volk überwintern lassen kann? Kühlschrank kommt nicht in Frage ;-)
Könnt Ihr eine möglichst anspruchslose Art, die nicht überwintert, empfehlen?

@markkus
Die RGs waren schon 1/3 voll mit Wasser, aber ich wollte die Watte nicht zu kräftig reinpressen und so blieb noch etwas Luft eingeschlossen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Inquisitor« (11. Juli 2007, 10:29)


markkus

Moderator a. D.

  • »markkus« ist männlich

Beiträge: 458

Aktivitätspunkte: 2 290

Registrierungsdatum: 2. April 2006

Wohnort: Ammerndorf (bei Fürth)

Beruf: Dipl.-Ing.(FH) Bauingenieurwesen

  • Private Nachricht senden

7

Mittwoch, 11. Juli 2007, 11:01

Schade um die Königin...

Außer Kühlschrank weiß ich auch nichts anderes, wenn die Räumlichkeiten bei dir nichts hergeben.
Es gibt doch so "mini"-Kühlschränke, also keine normal großen sondern die kleineren.
Wäre empfehlenswert sich so einen anzuschaffen und dann halt für 5 Monate Winterruhe laufen zu lassen.

Nachtrag: Ich habe meine Lasius niger Gründerkolonie auch draußen überwintern lassen - und zwar in einem alten Hasenstall, der vor Wind und Wetter gut geschützt war, nachzulesen hier (letzter Beitrag; Bild 54) --> Lasius niger - Gründungsphase


markkus
Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. Bert Brecht
Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht. Heinrich Nordhoff
Der Kluge läßt sich belehren, der Unkluge weiß alles besser.

Werbung

unregistriert

Werbung


Wyski

Brutpfleger

  • »Wyski« ist männlich

Beiträge: 233

Aktivitätspunkte: 1 165

Registrierungsdatum: 11. Juni 2007

Wohnort: Burgrieden

Beruf: Fleißiger Realschüler

  • Private Nachricht senden

8

Mittwoch, 11. Juli 2007, 13:05

Auch mein beileid um die Königin.

Wenn es im Winter auf deinem Balkon zu kalt ist kannst du das Formi auch einfach isulieren.
Du musst nur ein deckel drauf tun und das Formi mit Stiropor oder sonstige warmhalter verkleiden.
Man muss nur aufpassen das es nicht zu warm wird!
MFG Wyski

Gestern stand ich am Abgrund heute bin ich einen Schritt weiter

  • »Inquisitor« ist männlich
  • »Inquisitor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9

Aktivitätspunkte: 45

Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

Wohnort: Tübingen

  • Private Nachricht senden

9

Mittwoch, 11. Juli 2007, 14:58

Das mit der Isolierung ist eine gute Idee. Mein Formi sollte in eine Kühlbox reinpassen.

Heute habe ich trotz des kühlen Wetters eine noch geflügelte Königin gefunden. Nachdem ich sie ins Formi gesetzt habe, hat sie sich erstmal einen Weg nach unten in den Kies gesucht - deutet dieses Verhalten darauf hin, daß sie bereits befruchtet ist? Gehe ich richtig in der Annahme, daß sie binnen 2-3 Tagen ihre Flügel verlieren sollte, falls sie befruchtet ist?

Smaug

Administrator a.D.

  • »Smaug« ist männlich

Beiträge: 1 100

Aktivitätspunkte: 5 500

Registrierungsdatum: 14. September 2005

Wohnort: Berlin

  • Private Nachricht senden

10

Mittwoch, 11. Juli 2007, 15:26

Ameisenköniginnen werden begattet und nicht befruchtet. Befruchtet werden die Eier bei der Eiablage. Bei geflügelten Exemplaren ist davon auszugehen, dass eine Begattung noch nicht stattgefunden hat. Es gibt zwar Ausnahmen - aber die sind relativ selten.

Lasius-niger-Königinnen werfen in der Regel innerhalb von ein paar Minuten nach der Begattung die Flügel ab.

Ich würde dir raten, die Gyne dort wieder freizulassen, wo du sie eingefangen hast.

  • »Inquisitor« ist männlich
  • »Inquisitor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9

Aktivitätspunkte: 45

Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

Wohnort: Tübingen

  • Private Nachricht senden

11

Mittwoch, 11. Juli 2007, 17:38

Danke für den Hinweis - habe sie vorhin wieder ausgesetzt.

Übrigens habe ich bei meiner heutige Suche neben der wieder ausgesetzten geflügelten Königin gleich drei tote entdeckt, die von anderen Ameisen Richtung Nest transportiert wurden. Eine zuckte noch ein wenig - war frisch erlegt. War das Zufall oder ist es normal, daß so viele Könginnen verspeist werden?

Werbung

unregistriert

Werbung


ice_trey

Administrator

  • »ice_trey« ist männlich

Beiträge: 2 600

Aktivitätspunkte: 13 200

Registrierungsdatum: 21. Oktober 2006

Wohnort: Babenhausen, Schwaben

Beruf: Fotograf

Danksagungen: 147

  • Private Nachricht senden

12

Mittwoch, 11. Juli 2007, 17:55

Hallo,
es ist selten, kann aber passieren, dass die Lasius niger Gynen ihre Flügel nicht unmittelbar nach dem Schwarmflug abwerfen- wie Smaug schon sagte. Am Sonntag landete eine Gyne direkt vor meiner Nase, also nahm ich sie mit. Sie ist definitiv begattet, warf ihre Flügel aber erst nach gut 2 Tagen ab. Also ich würde sagen: Wenn nach 3 Tagen die Flügel nicht abgestriffen wurden, sollte man die Gyne wieder freilassen.

Schöne Grüße und einen guten Start in die Ameisenhaltung Inquisitor,
ice_trey
Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern

Smaug

Administrator a.D.

  • »Smaug« ist männlich

Beiträge: 1 100

Aktivitätspunkte: 5 500

Registrierungsdatum: 14. September 2005

Wohnort: Berlin

  • Private Nachricht senden

13

Mittwoch, 11. Juli 2007, 18:14

Das ist aber die Ausnahme! Eine geflügelte Königin mitzunehmen und darauf zu hoffen, dass sie nach ein paar Tagen die Flügel abwirft und doch begattet ist, wird in den meisten Fällen schief gehen.

Ich weise vorsorglich darauf hin, denn sonst werden in großen Mengen geflügelte Gynen eingesammelt und die Enttäuschung ist groß.

Panman

Pygmäe

Beiträge: 16

Aktivitätspunkte: 80

Registrierungsdatum: 12. Dezember 2006

  • Private Nachricht senden

14

Samstag, 14. Juli 2007, 12:42

Hallo

kurze zwischenfrage, ich habe hie auch 3 Königinnen, eine habe ich gestern beobachten können wie sich sich Begatten lassen hat, sie hat noch Ihre Flügel. Dann hab ich heute zwei weitere Königinnen gefunden diese aber ohne Flügel. Wie ist es denn mit den Flügeln ? Wenn die Tiere begattet sind werfend diese dann nach kurzer zeit die Flügel ab ?

Gruß
Panman

  • »Inquisitor« ist männlich
  • »Inquisitor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 9

Aktivitätspunkte: 45

Registrierungsdatum: 10. Juli 2007

Wohnort: Tübingen

  • Private Nachricht senden

15

Dienstag, 17. Juli 2007, 17:39

Meine mittlerweile vier Königinnen haben nun alle jeweils ca. ein dutzend Eier abgelegt. Leider hatte ich in den letzten Tagen Temperaturen bis zu 28°C in meiner Wohnung - ob das dem Gelege wohl geschadet hat? Welches Temperaturspektrum wäre denn optimal?


@Panman
Zwei Postings zuvor wurde diese Frage ausführlich beantwortet. Meines Wissens lassen sich Königinnen von mehreren Männchen begatten.

Werbung

unregistriert

Werbung


Wyski

Brutpfleger

  • »Wyski« ist männlich

Beiträge: 233

Aktivitätspunkte: 1 165

Registrierungsdatum: 11. Juni 2007

Wohnort: Burgrieden

Beruf: Fleißiger Realschüler

  • Private Nachricht senden

16

Dienstag, 17. Juli 2007, 19:08

Hi, Inquisitor

Die optimale Temperatur bei Lasius niger ist 20-25 crad.
Dann werden die 3 crad mehr wohl keinen schaden angerichtet haben.
In der Natur herschen ja auch nicht immer optimalbedingungen.
MFG Wyski

Gestern stand ich am Abgrund heute bin ich einen Schritt weiter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wyski« (17. Juli 2007, 19:09)


Sahal

Soldat

Beiträge: 1 185

Aktivitätspunkte: 5 925

Registrierungsdatum: 12. August 2009

Danksagungen: 6

  • Private Nachricht senden

17

Mittwoch, 18. Juli 2007, 05:26

Hola,

Zitat

eine habe ich gestern beobachten können wie sich sich Begatten lassen hat, sie hat noch Ihre Flügel
Das ist leider keine Garantie!
Nicht jede Kopula bedeutet auch automatisch eine erfolgreiche Begattung.

Die Regel lautet:
- begattete Gynen brechen sich kurz nach der Landung (nicht zwangsläufig nach Begattung) die Fluegel ab und suchen sich einen Platz fuer die Gruendungskammer.
- unbegattete Gynen brechen sich erst einige Tage später die Fluegel ab, oder behalten sie.
Hier gibt es dann immer wieder Ausnahmen, wenn auch selten. So können sich unbegattete Gynen oder Gynen mit unzureichendem Sperma die Fluegel abbrechen und sich in eine Kammer zurueckziehen. Ebenso können begattete Gynen (sehr selten) die Fluegel behalten, diese veschleißen dann im Laufe der Zeit oder werden von den Arbeiterinnen angeknabbert.

Sicher kann man erst sein, wenn die Gyne Arbeiterinnen hervorbringt.
Immerhin bietet der "sofortige" Fluegelabwurf eine gewisse Sicherheit.

@inquisitor: Gynen der Lasius niger können sich mehrfach begatten lassen, muessen es aber nicht. Wahrscheinlich kann die Gyne durch einen noch unbekannten Mechanismus die Kopula bewerten und sich bei unzureichender oder ausbleibender Sperma-Fuellung ihrer Spermatheca (Receptaculum seminis, letzten 3 Fotos) erneut paaren.
Die Männchen hingegen können und werden sich zumeist mehrfach paaren, da sie reichlich Sperma bevorratet haben.


Die Optimal-Temperatur zur Entwicklung der Ameisen-Larven liegt zwischen 24°-28°C, in diesen Temperatur-Bereich versuchen die Ameisen auch gerne ihre Larven zu bringen. Die Angaben stellen aber eher theoretische Werte dar bzw sind nicht auf das ganze Nest gemuenzt, denn zu hohe/gute Temperaturen ziehen gerne eine beschleunigte Stimmung zur Winterruhe nach sich.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sahal« (18. Juli 2007, 05:40)


ANTertainer

Straßenbauer

  • »ANTertainer« ist männlich

Beiträge: 185

Aktivitätspunkte: 925

Registrierungsdatum: 19. August 2007

Wohnort: Morschheim

Beruf: Industriemechaniker

  • Private Nachricht senden

18

Montag, 27. August 2007, 13:27

Ich häte da auch noch ne frage zu. Gestern hab ich bei meiner kolo die ersten Arbeiterinnen entdeckt. Sie bleiben aber in der Brutkamer und helfen der Gyne bei der Brutpflege. Sie furagieren nicht!!! Ich gehe mal davon aus, dass das ganz normal ist. Ich würde trotzdem gerne mal wissen wann sie wohl das Nest zum ersten mal verlassen werden. Kommen sie vieleicht erst nach der Überwinterung raus?


Ok die sache hat sich erledigt.
...like ants in a colony we do our share but there are so many other fuckin´ insects out there...
www.faunarium.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ANTertainer« (29. August 2007, 16:18)


Andyxus

Lauszüchter

  • »Andyxus« ist männlich

Beiträge: 137

Aktivitätspunkte: 685

Registrierungsdatum: 16. August 2007

  • Private Nachricht senden

19

Samstag, 1. September 2007, 15:33

Immer schön geduldig sein ;)

Wozu eigentlich unbegattete Königinnen freilassen? Sie haben ihre biologische Bestimmung sowieso vertan. Als Nahrung für die gegründete Kolonie ist sie ein Glücksfall, ein Proteinschub der Superlative, ein geradezu "königliches Festessen".

Übrigens teile ich die Meinung, dass man nicht mit RGs vorgehen muss. Eins meiner babys hab ich direkt in eine Glasfarm gegeben, fühlt sich pudelwohl, sammelt Sand zum Nestverschließen und kann sich so ab und zu die Beine vertreten.
Nachteil ist hierbei, dass sich Eier mit blossem Auge nicht von Sandkörnern unterscheiden lassen, also besteht das Risiko, dass es nicht klappt, man das aber erst nach einigen Wochen bemerkt.
Befeuchten nicht vergessen!
Ameisen waren für mich schon bei Biene Maya die Größten!

Werbung

unregistriert

Werbung


Andyxus

Lauszüchter

  • »Andyxus« ist männlich

Beiträge: 137

Aktivitätspunkte: 685

Registrierungsdatum: 16. August 2007

  • Private Nachricht senden

20

Samstag, 1. September 2007, 15:51

Noch zum Thema Honig: NIEMALS Süssigkeiten direkt ins Nest geben! Habe am Anfang den Fehler gemacht und ein paar Blütenpollen ins Nest gestreut, um den Bauarbeiterinnen eine kleine Stärkung zu geben. Das Zeug fing nach drei Tagen an zu schimmeln und ich musste in Kleinstarbeit diese Schimmelnester wieder entfernen. Finden die Kleinen auch total banane, wenn man an ihrem Nest rumschabt.

Am besten das RG per Schlauch mit anderen RGs verbinden und dort die Nahrung unterbringen. Bei Honig etc. das RG nach einigen Tagen gut auswaschen, um die Rückstände zu beseitigen.

In mein RG (aus der Apotheke)passt ein 10mm Schlauch genau rein, zum Verbinden eignen sich passende T-Stücke (gibt's im Gartenhandel oder Baumarkt). Habe so drei Kammern angeschlossen, eine für Süsses, eine für Insekten, eine für Müll. Das funktioniert super!
Ameisen waren für mich schon bei Biene Maya die Größten!