Crematogaster scutellaris aus Kroatien

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Crematogaster scutellaris aus Kroatien

      Crematogaster scutellaris

      Beschreibung:
      Crematogaster scutellaris ( Olivier 1791 )
      Unterfamilie; Myrmicinae
      Monogyn und monomorph
      Farbe: Kopf/Thorax rötlich, Hinterleib schwarz. Der Gaster sieht besonderst bei den Arbeiterinnen so aus als wurde oben und unten verwechselt.

      Vorkommen der Art:
      Südeuropa bis Tessin und Südtirol als nördlichste Verbreitungsgrenze.
      Wird immer wieder in Deutschland eingeschleppt konnte sich aber noch nicht längerfristig hier halten.

      Fundort und Lebensraum meiner Tiere:
      Kroatien/Monscenicka Draga


      Trockenwald ( u.a. neben Lorbeeren auch Feigen, Eichen, Esskastanien, Ahorne, Kiefern, und Zypressen ) der an Berghängen wächst. Mediterranes Klima ohne Frost aber kühlen Wintern.



      Monscenicka Draga mit der Insel Cres im Hintergrund.


      Verhalten und Besonderheiten:
      Aggressiv gegen andere Ameisen und Neststörungen, wobei als Abwehr der Gaster mit dem Stielchen am Ende nach oben gestreckt wird und ein Abwehsekret zum Einsatz kommt.

      Baut stark bevölkerte Kartonnester in Hohlräumen von Bäumen oder morschen Holz.
      Kommt aber in kühleren Bereichen auch im Gebälk von Dachstühlen vor. Kann zu Holzschäden führen.
      Legt dicht belaufene Ameisenstrassen an.

      Neben trophobiotischer Ernährung werden viele kleinen Insekten gejagt, aber auch große tote Insekten und kleine tote Wirbeltiere zerlegt. Diese große Beute wird von den Ameisen erfolgreich mit ihren Abwehrsekret gegen andere Jäger (z.B. Wespen) verteidigt.

      Haltungsbedingungen:

      Temperatur: Zimmertemperatur mit Lampe oder Wärmestrahler als Zusatzheizung.
      Winterruhe im ungeheizten Zimmer.

      Luftfeuchtigkeit: leicht trocken, aber die Arena regelmäßig mit Wasser besprühen.

      Unterbringung: Ameisenfarm u. Arena, Becken mit Ytong- oder besser Holznest.
      Sand/Lehm Gemisch als Bodengrund, Äste und Wurzeln als Dekor.

      Futter: Honigwasser als Ersatz für die trophobiotische Ernährung.
      Insekten und Spinnen, frisches Wasser.
    • Haltungsbericht:

      Während meines Urlaubes in Kroatien konnte ich zwei Jungköniginnen von Crematogaster scutellaris gleich nach dem Begattungsflug fangen. Dieser fand erstaunlicherweise erst bei Sonnenuntergang statt.
      Beide Königinnen konnte ich an Lampen auf dem Hotelgelände fangen, auf denen sie landeten um ihre Flügel abzustreifen. Scheinbar hat das Licht der Lampen die Ameisen angelockt.
      Es waren auch fast jeden Abend einige hundert Männchen und Jungköniginnen von Pheidole pallidula auf den Lampen versammelt. Aber ich konnte nur einige Tiere bei der Paarung sehen. Wenn sich zwei gefunden hatten sind sie weggeflogen. Keine einzige Königin hat ihre Flügel dort abgestreift und ich konnte trotz Suchens auch keine flügellose Königin in der Gegend finden.

      Hotelanlage mit den Lampen am Wegrand.

      Sonst konnte ich noch einige Camponotus spec. und Messor spec. Nester finden. Aber
      Pheidole pallidula war die dominierende Art dieser Gegend da ich eine hohe dichte an Nestern finden konnte. Von Crematogaster scutellaris konnte ich kein Nest finden, nur vereinzelte Arbeiterinnen.
      Besonderst gut konnte man die Pheidole Arbeiterinnen an überfahrenen Insekten und Eidechsen beobachten. Hier waren oft Hunderte von Tieren am fressen.

      Ach ja und ich habe schnell gelernt das es dort unter Steinen nicht nur harmlose Ameisen gibt. Ich habe immer wieder Skorpione unter den Steinen gefunden.


      01.09.06, 03.09.06 Fang zweier Königinnen
      .
      Beide Königinnen wurden in kleinen Behältern mit etwas feuchtem Papier untergebracht.
      Nach dem ich wieder nach Hause gekommen bin, wurden die Königinnen in je ein Reagenzglas gesetzt. Die Reagenzgläser sind normal eingerichtet. Wasser mit Watte im hinteren Teil gesperrt und mit einem Wattepfropf verschlossen. Die Kammer für die Königinnen sind nur etwa 2-3 cm groß, da Jungköniginnen kleinere Kammern besser annehmen.
    • 05.11.06 Winterruhe

      Seit Wochen tut sich nichts bei meinen beiden Kroatischen Mädels.
      Die eine Königin hat noch gar keine Eier gelegt, obwohl ihr Gaster viel dicker ist als der von der andern Ameise. Die andere legt zwar Eier und hat auch immer mal wieder Larven, aber sonst passiert nichts. Keine der Larven hat sich bisher verpuppt. Scheinbar wird die Brut immer wieder gefressen.
      Dabei kontrolliere ich die beiden sehr selten um sie nicht zu stören. Keine Ahnung was denen nicht passt. Es scheint tatsächlich schwer zu sein Crematogaster scutellaris Jungköniginnen zur Koloniegründung zu bringen.

      Hab jetzt aber beschlossen sie in die Winterruhe zu schicken, da die eine Königin auch gerade ohne Brut ist.
      Die beiden abgedunkelten Reagenzgläser wurden dazu in ein unbeheiztes Zimmer verbracht.
    • 27.12.06 Ende der Winterruhe

      Heute hab ich mal wieder kontrolliert und musste leider feststellen das die Königin die keine Eier gelegt hat, eingegangen ist. Sie war mit Schimmel überzogen vor der feuchten Watte gelegen.
      Die andere Königin war munter und hatte wieder Eier und Larven. Da sie trotz der aufgezwungenen Winterruhe nicht aufhört Eier zu legen hab ich beschlossen sie wieder bei Zimmertemperatur zu halten. Möglicherweise war es auch zu warm im Zimmer, aber bei dem Winter auch kein Wunder. Meine Messor capitatus Kolonie verbringen jedenfalls ihre Winterruhe im gleichen Raum.
      Ich hoffe aber das es jetzt endlich klappt mit der Kolonie Gründung und diese Königin nicht auch noch eingeht.
    • 03.01.07 Larven

      Heute habe ich wieder nach meiner kleinen aus Kroatien geschaut und konnte zwei klein Larven und zwei Eier sehen. Immer noch keine Puppen weit und breit.
      Ich versuche mal die Königin zu unterstützen. Da sie ja schon eine Zeitlang versucht eine Kolonie zu gründen hab ich ihr einen kleine Tropfen Honigwasser ins Reagenzglas getan.
      Sie hat sich gleich darauf gestürzt und alles aufgefressen. Ich kann mir vorstellen das sie ihre Reserven schon ziemlich verbraucht hat.
      Ich werde ihr jetzt einmal die Woche einen Tropfen Honigwasser ins Nest geben. Solange sie diesen komplett auffrisst dürfte es auch keine Probleme mit Schimmel geben.
    • 14.01.07

      Erst mal die gute Nachricht, die Brut wurde noch nicht wieder gefressen.
      Aber es sind auch noch immer keine Puppen da.
      Das Honigwasser schmeckt der Königin immer noch gut. Ich habe beschlossen ihr jetzt zwei mal die Woche etwas zu geben. Ich werde sie jetzt nicht nur am Mittwoch füttern, sondern auch am Samstag auf Sonntag. Dabei benutze ich eine rote Lampe.
      Wenn ich die Abdeckung vom Reagenzglas nehme und den Wattestopfen aus dem Eingang ziehe, bemerkt die Königin das nicht. Sobald ich das Honigwasser ins Reagenzglas gebe, kommt die Ameise heran um zu fressen.
      Das Reagenzglas befindet sich jetzt auf dem Deckel meines Myrmecia pavida Beckens, direkt neben der Beleuchtung. Hier ist es Tagsüber etwa 25°C warm.
    • 20.01.07 Erste Puppe

      Juchhu die erste Nacktpuppe liegt im Nest!!!
      Die ist zwar ziemlich winzig klein aber immerhin besser als nichts.
      Außerdem hat die Königin noch neue Eier gelegt.
      Wie viele Eier es sind kann ich leider nicht genau sagen, da die Königin meist auf der Brut hockt. Ich hoffe das sich auch die zweite Larve bald verpuppt. Ich kann auch nicht genau sagen ob schon neue Larven geschlüpft sind, da die recht klein sind.
      Werde weiterhin regelmäßig Honigwasser ins Nest geben. Sollten neue Larven schlüpfen kann die Königin diese gut versorgen.
      Kleine Insekten möchte ich noch nicht anbieten, da die Rest von der Königin womöglich an die feuchte Watte gebracht werden und dort schimmeln könnten. Habe mit anderen Ameisen schon schlechte Erfahrungen damit gemacht. Man kann die Reste fast nicht mehr entfernen wenn die Königin mit ihrer Brut davor sitzt.

      Hier mal ein leider schlechtes Bild der Kleinen:

      Leider ist das Reagenzglas zu verkratzt als das man die Ameise noch gut sehen könnte. Aber da ich im Moment kein besseres bekommen kann stell ich es trotzdem mal in den Bericht. Einen Umzug in ein neues Reagenzglas möchte ich ihr ohne Arbeiterinnen nicht zumuten
    • 29.01.07 zweite Puppe

      Die zweite Larve hat sich jetzt auch verpuppt. Sie ist deutlich größer als die erste Puppe. Das kommt wohl daher das diese Larve besser gefüttert wurde als die erste.
      Inzwischen sind auch zwei neue Larven vorhanden und noch einige Eier gelegt worden.
      Ich hoffe diese Larven entwickeln sich jetzt besser, da die Königin jetzt regelmäßig Honigwasser bekommt.
    • 09.02.07 Erste Arbeiterin =)

      Heute ist die erste kleine Arbeiterin geschlüpft. Hätte sie beinahe nicht gesehen, da sie so klein ist und sich unter der Königin versteckt hatte.
      Sie ist noch ganz hell und etwas wackelig auf den Beinen, aber das dürfte sich die nächsten Tage noch ändern.
      Ich habe eine interessante Beobachtung machen können, als ich etwas Honigwasser ins Nest gegeben habe. Als die Crematogaster Königin von ihrem Bruthaufen zum Eingang des Reagenzglases gegangen ist, hat sie die Arbeiterin mitgenommen. Die ist nämlich auf den Gaster der Königin gekrabbelt und hat sich dort festgehalten. Erst als die Königin am Honigwasser gefressen hat ist die Arbeiterin wieder runter gestiegen und hat sich etwas umgesehen und dann geputzt.
      Das sah schon komisch aus wie die sich so durch das Nest hat tragen lassen.

      Bei der anderen Puppe kann man jetzt schon die Augen erkennen. Sonst sind noch eine große Larve und einige Eier vorhanden. Die andere Larve ist verschwunden. Wurde wohl wieder gefressen. Ich hoffe das bald mehr Larven aufgezogen werden, wen die Arbeiterinnen erst mal proteinreiches Futter sammeln gehen.
    • 22.02.07

      Leider ist aus der zweiten Puppen nichts geworden. Sie hat sich immer dunkler gefärbt, ist aber nie geschlüpft. Am Schluss war sie genauso schwarz wie die Arbeiterin.
      Heute lag sie nun säuberlich zerteilt im Honigwasser. Dabei hab ich doch gehofft das die Arbeiterin bald eine kleine Schwester bekommt.
      Aber es ist noch eine andere Puppe vorhanden die bald schlüpfen müsste.

      Die Ameisen mussten inzwischen in ein neues Reagenzglas umziehen, da der Wassertank des alten lehr war. Das neue Reagenzglas ist sehr lang, so konnte ich einen Teil als Nest und einen als Arena mit einen stück Karton abtrennen.
      In dem Teil das als Arena dient, biete ich immer Honigwasser an und zwei mal die Woche kleine Fliegenteile.
      Dadurch wurden jetzt 5-6 Larven aufgezogen die kurz vor der Verpuppung stehen. Außerdem hat die Königin noch etwa 20 Eier gelegt.
      Die Arbeiterin ist recht mutig, nicht so schüchtern wie es andere Erstlingstiere sind. Sie hat das Nest bereits nach drei Tagen verlassen und hat angefangen Futter zu holen. Die Fliegenteile werden von ihr ins Nest gebracht wo sie leider ausgefressen liegen bleiben.


      Das neue Reagenzglas mit der Trennwand. Der hintere Bereich mit den Ameisen und der Brut ist normalerweise mit Alufolie abgedeckt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von swagman ()

    • 05.03.07

      Es sind leider noch immer keine neuen Arbeiterinnen geschlüpft. Aber es ist sehr viel Brut vorhanden, darunter auch etwa 5-6 Puppen die hoffentlich bald schlüpfen.


      Die Königin und die Arbeiterin kümmern sich um die Brut. Bei einigen Puppen kann man schon die Augen erkennen.
    • 24.03.07 Kolonie wächst

      Inzwischen sind es schon 7 Arbeiterinnen. Dazu kommen noch etwa 8-9 Puppen,17-18 Larven und einiges an Eiern.
      Die Crematogaster sind ganz versessen auf Essigfliegen und stücken von Heimchen.
      Das Futter wird immer in das hintere Teil des Reagenzglases gebracht Die Reste werden dann nach und nach in kleinen Stückchen im Honigwasser entsorgt.
      Ich werde das Reagenzglas bald in ein kleines Becken legen, damit die Ameisen mehr Auslauf bekommen. Dort werde ich auch etwas morsches Holz anbieten das die Arbeiterinnen dann zum Bau ihres Kartonnestes verwenden können.
    • 20.04.07

      Die Kolonie ist auf über 25 Tiere angewachsen und täglich schlüpfen neue Arbeiterinnen.
      Natürlich ist auch der Bedarf an Honigwasser und Insekten ziemlich gestiegen. Leider haben sie die Angewohnheit ihren Müll im Honigwasser zu entsorgen, so dass ich es zwei bis drei mal die Woche erneuern muss. :rolleyes:
      Wenn ich jetzt ins Reagenzglas schauen will geht es richtig rund. Da kommen gleich einige Arbeiterinnen mit erhobenen Gaster aus dem Nest gerannt und schauen was los ist.
    • 06.05.07 Fressorgie

      Die Kolonie wächst jetzt recht schnell heran, die Königin hat inzwischen etwa 30-40 Töchter.
      Das Reagenzglas befindet sich nun in einer Haushaltsdose, welche als Arena dient.
      Dort bekommen sie neben Honigwasser etwa 2-3 mal die Woche Insekten angeboten. Hauptsächlich Fliegen und ab und an Blattläuse oder Mücken.
      Diese werden immer ins Nest geschleppt und dort zerlegt.

      Da Crematogaster scutellaris aber auch große Beute zerlegt, hab ich ihnen neulich ein recht großes Heimchen angeboten.
      Das Insekt habe ich frisch tot und leicht zerdrückt in die Dose gegeben. Nach nur kurzer Zeit wurde es entdeckt. Dann ging es richtig ab. Die Arbeiterin ist sofort ins Nest gelaufen, aus dem dann ganze Scharen Arbeiterinnen geströmt sind. Nach etwas chaotischen Rumgerenne haben sie das Heimchen schließlich gefunden und sofort angefangen es zu zerlegen.
      Ich konnte dann 32 Arbeiterinnen an der Beute zählen. Nach nur kurzer Zeit sind die ersten mit kleinen Stückchen Heimchen zurück ins Nest.


      Sehr schön konnte man auch die Verteidigung der Beute beobachteten. Einige Arbeiterinnen sind um die Beute und ihre Schwestern herumgelaufen und haben dabei ihren Gaster senkrecht nach oben gestreckt. Damit wird das Abwehrsekret über das diese Ameisenart verfügt abgegeben. Auch wenn man die Arbeiterinnen die mit dem zerlegen des Futters beschäftigt sind mit einer Pinzette oder ähnlichem berührt, geht als Antwort sofort der Gaster nach oben. Sonst kommt es zu keiner Reaktion. Andere Ameisen laufen sofort weg und verstecken sich oder greifen den Feind an, nicht so meine Crematogaster. Sie verlassen sich scheinbar völlig auf die Wirkung des Sekretes.

      Nach etwa 5 Stunden war das Heimchen zerkleinert und ausgehöhlt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von swagman ()

    • 19.05.07

      Es ist echt erstaunlich wie schnell die Kolonie wächst. Bietet man den Crematogaster genug Proteine an, werden Unmengen an Larven aufgezogen.
      Das Reagenzglas wird bald zu eng werden.
      Inzwischen sind es etwa 60-70 Arbeiterinnen und etwa das gleiche an Puppen und Larven. Ich denke das sich die Anzahl der Tiere bis in etwa einen Monat noch einmal verdoppeln haben wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von swagman ()

    • 30.05.07

      Die Kolonie ist auf etwa 80-90 Tiere angewachsen, auch Brut ist in Mengen vorhanden.
      Das Reagenzglas wird vom Platz her wohl noch für etwa das doppelte an Arbeiterinnen reichen.
      Interessant ist auch das sich Crematogaster scutellaris einen Art Vorrat anlegen. Mitten im Reagenzglas befinden sich die zerkleinerten Futtertiere.


      Königin umgeben von Arbeiterinnen, Puppen, Larven und Eiern.


      Der "Vorratshaufen" im Nest. Das meiste stammt von Heimchen.
    • 09.06.07

      Genau am 9. Februar ist die erste Arbeiterin geschlüpft.
      Zeit mal eine Zwischenbilanz zu ziehen.
      Hab mir mal die Mühe gemacht die Kolonie durchzuzählen, um das Beschriebene rasante Koloniewachstum von Crematogaster scutellaris aufzuzeigen.
      Es sind inzwischen, nach nur eben 4 Monaten, etwa 120-130 Arbeiterinnen, etwa 130-140 Eier, ca. 160 Larven und um die 130 Puppen aus denen die Kolonie besteht.
      Da diese Art Kolonien mit mehreren zehntausend Arbeiterinnen entwickeln, ist es nicht verwunderlich das sie sich so schnell entwickeln.

      Bietet man ihnen täglich Futter in Form von Insekten oder Spinnen an, wird das auch genommen und verwertet. ( Die Futtertiere werden sauber ausgehöhlt und zerlegt. ) Woraufhin die Königin immer noch mehr Eier legt. Auch Honigwasser wird in großen Mengen vertilgt. Es sind dann meist 10-15 Arbeiterinnen täglich damit beschäftigt die Futterreste aus dem Nest zu tragen. Ich muss jede Woche die Haushaltsdose reinigen, da sie solche Mengen an Abfall produzieren.
      Deshalb muss ich bald ein neues größeres Becken besorgen und die Kolonie umziehen lassen.
      Werde mal die Futtergabe etwas reduzieren, damit ich noch Zeit habe das Becken einzurichten bevor ihnen noch das alte Reagenzglas aus allen Nähten platzt.
    • 06.07.07

      Die Kolonie tut nichts anderes als wachsen. Inzwischen sind es wohl um die 300 Arbeiterinnen.
      Das Reagenzglas ist geradezu voll mit Brut. Bei einer vorsichtige Schätzung der Larven würde ich sagen es sind wohl um die 800. Allerdings sind sehr viele noch so klein, dass es wahrscheinlich sehr viel mehr sind.
      Das zweite Reagenzglas, welches ich zur Kolonieerweiterung angeboten habe, wird nur zum Teil angenommen. Manchmal ist etwas Brut vorhanden, aber meist sind nur einige Arbeiterinnen darin. Ich denke das wird sich aber bald ändern wenn die Kolonie so weiter macht.
      Bin gespannt wie stark die Kolonie noch wird vor dem Winter. Eigentlich ist das Wachstum schon etwas erschreckend.



      Das inzwischen ziemlich volle Reagenzglas.


      Hier kann man noch die vielen kleine Larven erkennen die an die Wand, direkt vor den Eingang, geklebt wurden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von swagman ()