Serviformica fusca für den Anfang geeignet?

    07.05.2021
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    • Serviformica fusca für den Anfang geeignet?

      Hallo erstmal ich bin noch neu hier und muss sagen
      das mir das Forum sehr gut gefällt und ich schon viel erfahren habe !


      Meine frage wäre
      da ich hier oft gelesen habe das Lasius niger am besten für Anfänger
      geeigenet ist aber ich würde mir nächstes Jahr doch lieber
      eine Serviformica fusca Königin zulegen. Es wird ja oft geschrieben
      das diese Art sich auch für Anfänger eignet.. aber sie soll
      etwas schwerer zu halten sein als Lasius niger wo ist denn jetzt
      der große unterschied ? Bis her weiß ich nur das man mehr auf die
      Feuchtigkeit im Nest achten muss und ab und zu vielleicht eine Rotlichtlampe
      aufstellen sollte. Ist das jetzt der große Unterschied ?

      Liebe Grüße :D
    • Ich konnte nicht viel unterschied bei der Haltung beider Arten feststellen.
      Für mich sind beide unproblematisch, wobei Fusca in meinen Augen etwas interessanter ist, da die Arbeiterinnen größer und agiler sind. Außerdem ist Fusca polygyn, so das du die Kolo unter Umständen an deine Kinder weitervererben könntest.
    • Danke für die Antwort !

      Das klingt ja super darum wollte ich mir diese Art auch kaufen weil
      sie größer sind usw. und wenn du damit keine Probleme hattest
      hoffe ich mal das ich auch keine bekomme wenn ich nächstes
      Jahr den versuch starte.. obwohl ich kleine Startplrobleme nicht
      ausschließe. Ich werde die Zeit wohl bis dahin noch gut nutzen
      können um Informationen zu sammeln :)
      Aber ich gehe davon aus das sie von Jahr zu Jahr mehr platz benötigen
      (Formicarien und Nester usw.)
      liege ich da richtig oder passt sich eine Kolonie nach einer bestimmten Große ihrer Umgebung an?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stronzo ()

    • Aber ich gehe davon aus das sie von Jahr zu Jahr mehr platz benötigen...liege ich da richtig oder passt sich eine Kolonie nach einer bestimmten Große ihrer Umgebung an?


      da liegst du richtig...
      du musst dein formi deinen ants anpassen, nicht andersrum.
      du kannst die größe deiner kolo ein wenig mit dem protein(insekten) die du verfütterst steuern.
    • Serviformica fusca ist aber glaube ich nicht sehr volksstark, wodurch ein etwas größeres Becken eine ganze Weile ausreichen sollte. Nur das Nest solltest du am Anfang etwas kleiner halten und langsam erweitern. Und die Art ist zwar polygyn (ich glaube erst bei etwas größeren Kolonien), aber Inzucht gibt es soweit ich weiß nicht, also sollte die Kolonie nicht unvorhergesehen "explodieren" ;). "Vererben" klappt also nur, wenn du Männchen aus der Natur einsammelst und den Jungköniginnen eine Paarung ermöglichst.
      joey's Lasius niger ... mein Haltungsbericht seit 27. März 2006
      Lasius niger Anlage von joey ... meine Anlage für Lasius niger und ihre Entwicklung

      "Wenn du eine weise Antwort verlangst, mußt du vernünftig fragen." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • auch da liegst du richtig...
      grundsätzlich gilt:
      je mehr insekten du verfütterst desto mehr brut kann verpflegt werden

      edit: hab grad "beschleunigen" gelesen...schneller gehts deswegen nicht.
      es wird nur mehr brut verpflegt und aufgezogen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von houve ()

    • Achso !! Das ist ja mal intressant danke für die Info .Ich hab auf ner Homepage
      noch gelesen das man Insekten vorher 30 sek. abkochen soll wegen
      Milben usw. ist das überhaupt notwendig weil in der Natur wird
      ja auch nichts abgekocht ? Das hat mir nen bisschen zu denken gegeben
      wollt mich nicht jeden Tag in die Küche stellen um einen Mehlwurm
      abzukochen :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stronzo ()

    • Bei Tieren aus der Zoohandlung solltest du auf jeden Fall
      abkochen,denn in diesen Zucht sind oft Milben!!!
      Über das Abkochen selbst gefangener Insekten ist schon einiges
      disskutiert worden manche sagen,dass man sie nicht abkochen
      braucht,die anderen das Gegenteil.
      Das muss jeder für sich entscheiden denke ich!
      Grüße Paul

      Bei Fragen einfach eine PN schreiben, wozu ist Community denn da ;)
    • am sichersten ist immer noch wenn du deine futtertiere selber züchtest dann weißt du was deine ameisen fressen!
      in der gründerzeit, also wenn du sie erst bekommen hast und es noch nicht allzu viele tiere sind, ist soetwas natürlich nicht effizient. da musst du mehr einfrieren als du verfüttern kannst. aber bei einer größeren kolo rendiert sichs.

      grüße houve
    • Wenn sich die Mehlwürmer verpuppen und dann zu Larven/Käfer werden bleiben da noch die Milben oder?
      Weil wenn die bleiben kann man ja nicht mit gekauften Mehlwürmern eine Zucht aufbauen, weil die Kinder ja wieder die Milben bekommen.X(
      MfG
      MoMo8)

      http://s1.metaldamage.de/c.php?uid=122266
    • interessante frage! leider kenne ich mich im bereich futtertiere nicht so gut aus um dir deine frage zu beantworten. würd ich aber auch gern wissen ob sich milben vererben...

      grüße houve
    • Den Milben ist glaube ich egal, in welchem Entwicklungsstadium der Käfer ist. MoMo hat vollkommen Recht: Wenn du deine Zucht mit infizierten Tieren aufbaust, hast du natürlich genau das Gegenteil von dem, was du willst.
      Aber selbst wenn du milbenfreie Tiere hast und damit züchtest, ist nicht vollkommen ausgeschlossen, dass sich das ganze infiziert! Die Zucht bietet nämlich leider nicht nur den Mehlkäfern, sondern auch den Milben ideale Bedingungen! Man könnte sich jetzt über den Begriff der "Vererbung" streiten, aber im Prinzip trifft es das wohl ziemlich gut, denn die Nachkommen einer solchen Zucht werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit betroffen sein. Wenn deine Frage jetzt allerdings dahin geht, ob die Eier der Käfer schon bei der Ablage befallen sind oder nicht, bin ich überfragt. Ich glaube, die Milben haben es gar nicht auf den Käfer abgesehen (was ich nicht mit Sicherheit weiß, aber es würde erklären, warum der Milbenbefall einer Mehlwurmzucht nicht auffällt). Der Wurm/Käfer wäre in diesem Fall nur Träger der Milbe (oder ihrer Eier), fagt sich nur, ob äußerlich oder innerlich. Das Resultat ist zwar immer das Gleiche (nämlich ein großes Problem für deine Ameisen), aber es wäre schon mal interessant, das ganze genau herauszufinden. Wen könnte man mal nach soetwas fragen?

      Um das Risiko zu minimieren, wird man also ums abbrühen nicht herumkommen. Der Vorteil einer Zucht liegt eher da, wo du ihn schon beschrieben hast: du musst bei einer größeren Kolonie nicht ständig Futtertiere nachkaufen, was sich auf Dauer sicher rechnet.
      joey's Lasius niger ... mein Haltungsbericht seit 27. März 2006
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    • Wie sieht das denn mit den Händlern aus sagen die von sich aus
      das man die Futtertiere abkochen sollte oder verkaufen sie die
      Tiere als "Milbenfrei" ? Das würde mich mal intressieren!
      Weil ich glaube das wenn ich in ein Zoogeschäft gehe und frage
      ob die Milbenfrei sind sicher die Antwort bekommen ja sicher....

      edit: Aber Mehlwürmer sind doch für Serviformica fusca geeignet oder
      wären die Pinky Maden besser ?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stronzo ()

    • Da hast du wahrscheinlich Recht, genau diese Aussage könnte kommen, denn erstens will der Händler ja was verkaufen und zweitens kann ich mir gut vorstellen, dass er selbst nichts vom Befall seiner Futtertiere weiß (wenn man das bei allen Milbenarten so einfach feststellen könnte, wäre das Risiko sicher geringer). Ein verantwortungsbewusster Verkäufer mit ein wenig Ahnung von dem, was er da tut, wird darauf aber nicht mit ja oder nein antworten (ich würde auch in beiden Fällen stutzig werden ;)). Einen Hinweis aufs abkochen wirst du sicher nicht bekommen, die gehen meistens davon aus, dass du entweder fragst oder weißt, was du tust (leider!). Und viele Tiere (z.B. Reptilien oder Vögel) gehen bei Milbenbefall auch nicht gleich ein, so dass die Händler mit Anti-Milben-Mitteln noch ein Geschäft machen können. Ich unterstelle einfach mal, das es wie immer ums Geld geht und sich viele keinen Kopf machen.

      Mehlwürmer kannst du sicher problemlos füttern, da sollte es keine Probleme geben (und selbst wenn die Ameisen Probleme mit dem Zerlegen hätten, könntest du die Würmer aufschneiden). Pinky Maden sind aber denke ich auch nicht schlecht, die sind sehr Proteinhaltig und leicht zu verarbeiten. Du kannst ja mal ausprobieren, welche besser angenommen werden (aber nicht vergessen, deine Erkenntnisse hier zu posten :))
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