Angepinnt Bienensterben - Ameisensterben?

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  • Bienensterben - Ameisensterben?

    Im Forum der Ameisenschutzwarte ist folgender Beitrag von Professor A. Buschinger zu finden.
    Ich denke über die Punkte die er anspricht sollte man sich wiklich Mal Gedanken machen. Ich will niemandem seine Exoten madig machen, finde aber das die von Professor Buschinger angesprochenen Punke in die Überlegungen eines jeden einbezogen werden soltlen, der sich Exoten anschaffen will, oder bereits welche hält.


    Aus den USA wird über ein massives Bienensterben berichtet (s. auch vorhergehenden Beitrag).

    [URL=http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,479746,00.html ]http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,479746,00.html [/URL]

    Bitte den Artikel lesen und sich dann folgende Fragen stellen:

    Ein eingeschleppter Parasit oder Krankheitserreger, ob Milbe, Fadenwurm, Pilz, Bakterium oder Virus, würde bei uns einheimische Ameisen befallen und ¼ oder ½ der Bestände EINER Art oder gar mehrerer Arten vernichten (z.B. Aphaenogaster subterranea, Tetramorium cf caespitum, Lasius niger, Camponotus ligniperdus, Temnothorax nylanderi, um nur ein paar zu nennen):

    1.) Würde jemand diesen Rückgang bemerken?

    2.) Falls ja: Würden öffentliche oder private Mittel bereit gestellt um die Ursache aufzuklären?

    3.) Falls ja: Kennt Ihr Institute/ Myrmekologen, die derartige Forschung durchführen könnten? Gibt es genügend Myrmekologen um diese Forschung flächendeckend in Deutschland durchzuführen?

    4.) Falls ja: Würde nach Mitteln zur Bekämpfung des Erregers geforscht? Von wem?

    5.) Falls ja: Würden Gelder zur flächendeckenden Bekämpfung des Erregers bereitgestellt?

    6.) Falls ja: Wieviele Personen wären notwendig und fähig, die Bekämpfung des Erregers durchzuführen und auch den Erfolg zu kontrollieren?

    Zur Information:
    Die Honigbiene ist ein soziales Insekt von großer wirtschaftlicher Bedeutung fast weltweit. Es ist eine einzige Art (mit mehreren Rassen).

    Fast alle Bienenvölker werden von Imkern betreut, so dass Störungen sehr schnell entdeckt werden.

    Entsprechend gibt es weltweit hunderte von Bienenforschungsinstituten mit jeweils Dutzenden von Mitarbeitern, die Ursachenforschung betreiben, und es gibt öffentliche Gelder für diese Forschung.

    Sie alle haben bisher kein Mittel z.B. gegen die nunmehr fast weltweit verschleppte Varroamilbe gefunden. Sie alle tappen nun auch nach mehreren Monaten der Forschung über die Ursachen des neuen Bienensterbens im Dunkeln.

    Mein Schluss: Im Falle der Einschleppung eines solchen Erregers bei Ameisen wären unsere Ameisen ganz arm dran!

    Dies ist als Hinweis auf die Dimensionen der Verantwortung gedacht, die man übernimmt, wenn man exotische Ameisen importiert, verkauft/kauft und häufig unzureichend gegen Ausbruch gesichert bei sich hält.

    Zurzeit mehren sich Fälle von scheinbar geheimnisvollem Siechtum und Todesfällen bei einheimischen und exotischen Ameisen in Heimhaltung. Ich werde mit Anfragen bombardiert und um Untersuchung der Ursachen gebeten. Ist der Ernstfall bereits eingetreten?

    Wenn man die Dimensionen solcher Untersuchungen bei der Honigbiene zum Vergleich nimmt, dürfte jedem klar werden, dass ich allein, ohne Labor, derartige Forschung nicht betreiben kann!

    Die richtigen Schlüsse aus dieser Situation zu ziehen, bleibt dem Gewissen und Verstand jedes einzelnen Beteiligten überlassen.

    A. Buschinger
    Meine Anwesenheit beruht auf dem schlichten Vorhandensein meiner Person.