Sand im Honig

    07.05.2021
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    • Ich habe bei meinen Myrmica rubra beobachtet wie sie wenn ich ihnen einen Tropfen Honig anbiete, kreisförmig Sandkörner hineintun. Weiß jemand warum sie das tun?
      Ich könnte mir erklären, dass das gegen Klebenbleiben helfen soll oder vielleicht um dem Honig vorm Austrocknen zu schützen. Dass der Sand versehentlich hineingelangte ist eher unwahrscheinlich, die Körner liegen sehr gleichmäßig verteilt.

      Jemand eine Idee?
      Ameisen waren für mich schon bei Biene Maya die Größten!
    • Ich habe das bei meinen Ameisen auch bereits beobachten können.

      Ich habe davon gehört, dass sie damit einerseits die Futterquelle als ihr Eigentum markieren wollen, um andere Ameisen davon fern zu halten. Und andererseits wollen sie durch Einbringen von Material in Flüssigkeiten verhindern, dass sie selber darin ertrinken.
    • Naja, eher nicht als Markierung des Eigentums, denn fremden Ameisen wäre das reichlich egal. Aber Tarnung, das ist richtig. Einen Sandhaufen entdeckt ein Konkurrent einfach nicht so schnell als Nahrungsquelle.
      Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern.
    • Hallo,

      ich zitiere mal Sahal (Beitrag aus dem Ameisenforum, für dieses Thema irrelevante Teile wurden von mir entfernt):


      neben der Absicherung einer Gefahrenstelle gibt es noch 2 weitere Theorien:

      1. die Tarnung der Nahrungsquelle vor großen, potentiellen Nahrungskonkurrenten, Markierung als "Volkseigentum" gegen kleinere Konkurrenten.
      Oft ist zu beobachten, dass ein Volk den gegebenen Honig erst einmal auszubeuten versucht, und erst nach "Sättigung" mit der Zubuddelei beginnt.

      2. Wege/Stege bauen.
      Dieses Verhalten geht mit der Absicherung von Gefahrenquellen einher, hat jedoch einen etwas anderen Zweck und ist nur auf Nahrungsquellen bezogen. Durch die Einbringung von Steinchen, Sand und sonstigen Unrat können sich die Ameisen gefahrlos der Nahrung nähern und sich gar auf ihr bewegen... sinnvoll vor allem, wenn großer Ansturm herrscht.
      Diese Theorie nähert sich dann wieder dem bekannten Straßenbau auf Leimringen oder auf der Ölsicherung im Formicarium.

      Vermutlich liegt der Grund für dieses Verhalten wohl irgendwo in der Mitte, hat von jeder Theorie etwas und doch einen ganz anderen Grund :)
      Jedenfalls gibt es für jede Erklärung ebensoviel Pro wie Contra.


      Nachzulesen hier:Sand im Honig

      lg, chrizzy
      Man findet mich ab jetzt auf ameisenportal.eu

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von chrizzy ()

    • Ich hätte gedacht, dass eine fremde Ameise doch eher abhaut, wenn die Futterquelle schon stark nach einem anderen Volk riecht.

      Ja, das wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Einfach alles Zitieren... ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R2Da_iKeMan ()

    • Hm, eine interessante Frage. Wenn die Nahrungsquelle bewacht ist, dann vll eher, da man dann kämpfen müsste und bekanntlich gehen einige Ameisenarten Kämpfen lieber aus dem Weg.
      Allein der Geruch...? Dann würden sich fremde Ameisen aber auch nicht in die nähere Umgebung des Nestes einer anderen Kolonie begeben- was aber durchaus vorkommt. Dort riecht es auch stark nach eben dieser Kolonie.

      Auf jeden Fall konnte ich das "Versandeln" bei meinen Camponotus herculeanus schon häufig beobachten.
      Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern.
    • Das ist natürlich für Ameisen da wie gesagt sie vermutlich das machen um sie vor anderen Kolonien zu verstecken ich finde es merkwürdig dass ich dieses verhalten bis jetzt nur bei meinen Lasius niger beobachten konnte.

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      „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ Albert Einstein
    • Das kann ich in sofern schwer nachvollziehen, da sich Ameisen eher nach Gerüchen orientieren als nach visuellen Reizen. Sandkörner werden wohl kaum den verlockenden Duft von Honig kompensieren.
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