Unser erstes Ytong Nest, Kritik erwünscht

    07.05.2021
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    • Unser erstes Ytong Nest, Kritik erwünscht

      Hallo zusammen,
      mein Bruder und ich haben vor mit der Ameisenhaltung zu beginnen. Nach dem studieren vieler Haltungsberichte sowie vieler Artikel im Internet haben wir uns ein Nest gebaut. Wir sind Anfänger auf diesem Gebiet und würden uns sehr freuen wenn ihr uns ein Feedback über das Nest zukommen lassen könntet.

      Wir würden gerne die Myrmica rubra halten, da diese (unserem Wissen nach) nicht so hohe Anforderungen an den Halter stellt. Unsere erste Wahl wäre die Manica rubida gewesen :) . Die stellt bestimmt schon höhere Anforderungen an den Halter. Was denkt ihr?

      So nun mal zum Nest. Wir haben den Ytong bis oben hin bearbeitet, der Zwischenboden reicht bis zur hälfte des Ytong. Wäre es besser das Nest generell unter dem Zwischenboden anzubringen oder wird der zwischenboden gar nicht erst benötigt? Würde es die Ameisen stören wenn sie dann beispielsweise über der Arena befindet?

      Nest mit eingelegtem Zwischenboden, der Plastikschlauch ist noch nicht angebracht, bzw noch kein Loch in der Platte:



      Ansicht von vorne:



      Nest ohne Zwischenboden, der Wassertank ist unten rechts angedacht, das Glasbecken ist 19 x 40m:



      Die höhe beträgt ca 19cm:



      Das Ytong:



      Tiefe beträgt ca 1,5cm die Löcher wurden eingebohrt, die Gänge ebenfalls, Kammern sowie Gänge wurden mit Gips "bepinselt":



      Der Durchgang zu der Arena wurde noch nicht erstellt, stellt sich noch die Frage auf welcher höhe dieser angebracht wird:




      Da ich sehr viel über die Problem mit Schimmel gelesen haben, hier meine Idee, wir haben noch einen "ultra-silent" Pc Lüfter und könnten diesen unter dem Zwischenboden anbringen und bei Bedarf die stehende Luft durch Belüftungslöscher ausblasen.
      Was denkt ihr ist dies eher störend oder fördernd für die Nest Flora?



      Wir würden uns über Kritik und Verbesserungsvorschläge sehr freuen!

      Für das Anbringen des Nestes sowie der Platten haben wir uns Geruchfreien Stein-Glas Silikon besorgt.

      Grüsse

      edit:
      Mir ist noch etwas eingefallen. Sollten die vielen Kammern mit Sand gefüllt werden damit das Nest zu beginn nicht zu gross ist? Ich möchte vermeiden dass einzelne Kammern als Müllhalde verwendet werden. Also so zb. zu beginn nur mit ca 3 Kammern beim Eingang des Ytong beginnen.

      edit2:
      Noch was, der Ausbruchschutz steht auch noch an. Was würdet ihr empfehlen? Ich dachte an eine Plexiglasscheibe mit einem Loch, darin eingesetzt dann ein Drahtgitter.
      So was in der Richtung:

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    • Sieht soweit ganz gut aus :thumbup:

      Der Zwischenboden sollte dauerhaft höhere Feuchtigkeit aushalten, denn viele Materialien verziehen sich ja recht schnell (unbehandeltes Holz). - Ihr könntet die gesamte Fläche unter der Arena als Wassertank nutzen, denn der Ytong hat die Aufnahmeeigenschaften ähnliches einen Schwamms. Um präzieser das Wasser an den Ytong zu bekommen, kann man ja auch noch eine Art Wall erstellen, so dass nicht die gesamte Fläche als Wassertank genutzt wird und sich der Stein schneller vollsaugen kann.

      Den Lüfter würde ich persönlich gar nicht einbauen, wenn ihr im Deckel ein großes Stück Gaze verarbeitet.

      Zu dem solltet ihr euch über weitere Ausbruchssicherungen erkundigen, welche einem am besten gefallen - man sollte in der Regel mindestens 2 verschiedene verwenden, falls der eine mal versagt... --> Ausbruchssicherungen <--

      Zum befüllen der Kammern lieber feinen Kies verwenden, denn feuchte Erde wird gerne mal als Sichtschutz verwendet und dann sieht man nichts vom Nestinneren... Auch schon Gedanken bezüglich der Nestabdeckung gemacht? Im Nest kann es nämlich niemals zu dunkel werden...
      Gruß, Simon
    • Vielen Dank für das rasche Feedback und deine Hilfe. Ich habe heute nochmal eine Platte zugeschnitten um den Wassertank zu vergrössern. Somit sollte nun die komplette untere Fläche mit dem Wasser in Kontakt kommen. Die Platten wurden noch nicht eingeklebt und hängen daher etwas in der Luft bzw. stehen schief. Die grauen Teile sind aus Kunststoff, die Trennwand von dem Wassertank ist aus Plexiglas. Auf den Zwischenboden (ebenfalls aus Kunstsoff) würde ich dann noch eine eine ca 0.5 - 1cm Gips Schicht einlassen um die Arena gut einzurichten.





      Für den Sichtschutz werden wir vermutlich eine Folie sowie eine Platte montieren, damit es im Nest auch ganz dunkel ist.

      Danke für den Link zu der Ausbruchssicherung!

      Grüsse
    • Hallo zusammen,
      das Nest ist nun fertiggestell. Der Wassertank wurde vergrössert und das Wasser kann über das PVC Rohr hinzugegeben werden. Der Deckel ist momentan nicht angebracht. Eine Folie wird noch auf den Nestbereich angebracht.

      youtube.com/watch?v=IaCqKzaoGXU



      Wir haben vor in dem Nest "Myrmica rubra" zu halten. Was denkt ihr werden sich die Ameisen Wohl fühlen? Die Arena wird dann noch etwas verschönert.



      Gruss René
    • Sieht doch ganz gut aus!

      Aber ihr müsst euch ganz sicher sein, dass auch nirgendwo ein 1-2mm Spalt existiert, denn sonst laufen Myrmica einfach dadurch. Und einen Stopfen für das Rohr nicht vergessen :D

      Zu dem würde ich das Nest noch etwas mehr mit Plexiglas oder Glas abdecken, so dass die Feuchtigkeitsverdunstung sich verringert, denn gerade Myrmica sind sehr feuchtliebend...

      Und klebt bitte nicht unbedingt rote Folie auf, sondern befestigt eine dünne, schwarze Folie. - Wenn ihr dann ins Nest gucken wollte, kann man so lange diese entfernen... je dunkler um so besser... und wenn man Fotos machen möchte ist die rote Folie absolut nicht zu gebrauchen.
      Gruß, Simon
    • Hi,
      danke für die Antwort für den Deckel haben wir uns eine Plexiglasscheibe zugeschnitten. Leider haben wir schon ein Loch da rein gemacht. In das Loch wollten wir eigentlich ein Drahtgitter einarbeiten. Auf das Bewässerungs-Rohr sollte dann auch noch ein feinmaschiges Drahtgitter angebracht werden. Wir werden uns wohn jetzt nochmal eine Scheibe zuschneiden und als Deckel verwenden. Dieses hier haben wir leider schon vorab zugeschnitten, er müsste aber noch etwas angepasst werden:



      und die Ansicht von oben:



      Das Nest an sich sollte nirgendwo mehr eine Ritze haben damit die Ameisen nicht in den Wassertank bzw unter die Arena kommen können. Wir haben uns gedacht dass wir den Ytong nicht direkt auf das Glas kleben, also haben wir dafür eine Plexiglasscheibe direkte auf das Nest angebracht. Da passt nicht mehr mal ein Blatt dazwischen. Dieses Konstrukt wurde dann an den Rändern in das Glasbecken eingeklebt und der Weg von der Arena zum Wassertank versiegelt. Druch den Gibs in der Arena ist nun auch diese gut Abgedichtet.

      Als Ausbruchschut wollen wir Talkium auf den oberen Rand des Glasbecken auftragen und als zweiter Schutz sollte dann der oben gezeigte Deckel dienen.

      Wir haben schon ordentlich Zeit gebraucht um das erste Nest zu bauen. Schon interessant was man sich da alles so überlegt :coffee:

      Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal sehr für die Hilfe! :dankeschoen:

      edit 1:
      Mit der Abdeckung für den Nestbereich haben wir uns schon vorher beschäftig. Wir hatten vor eine Platte zu verwenden, sind jedoch wieder von dieser Idee abgekommen und wollten die Folie verwenden. Nach deinem Input werden wir wieder die alte Idee verfolgen. Die Halterung von letzter Woche ist noch vorhanden jedoch erst, wir erstellen nochmal zwei Halterungen am unteren Ende. Die Abdeckung sollte man dann einschieben können (so wie bei einer Schublade). Ich hoffe dass man versteht was ich damit meine:




      Grüsse René

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    • Hallo zusammen,
      mal wieder einen kleines Update. Heute habe ich den Wassertank getestet und ca. 1cm Wasser eingefüllt. Soweit so gut, das Wasser hat sich gut durch den Stein gezogen und sauber verteilt. Am Abend musste ich leider feststellen dass sich sich überall extrem viel Kondenswasser gebildet hat. Ich werde das Nest nun an einem anderen Ort aufstellen, wo die Temperaturschwankungen gering sind und das ganze nochmal testen.



      Foto mit Blitz damit man es besser sehen kann:







      Bei meiner Grossmutter steht ein Nebelbrunnen (de.wikipedia.org/wiki/Nebelbrunnen).
      Wie wäre es wenn man damit einmal täglich den Arenabereich bzw. Nestbereich befeuchten würde? Also nicht den kompletten Brunnen in das Becken stellen, sondern den Ultraschallschwinger in das Becken einarbeiten.

      Grüsse René
    • Zu schnell und/oder mit warmen Wasser bewässert?

      Denn Kondens ...
      ... tritt oft bei zu hoher Wasserdichte auf, also oft bei der ersten Bewässerung.
      ... tritt oft bei Temperaturschwankungen auf.

      Schimmelbildung kann natürlich auftreten, muss man hoffen... vielleicht erst mal den Stopfen entfernen, so dass sich der Stein "beruhigen" kann.
      Gruß, Simon
    • Kondenswasser entsteht ja, wenn Wasserdampf an Oberflächen abgekühlt wird. Also wenn die Scheiben ständig von innen beschlagen deutet es eigentlich darauf hin, dass das Wasser im Nest wärmer ist das umliegende Zimmer, sodass sich der Wasserdampf in der Luft der Kammern an der kälteren Scheibe niederschlägt.
      Das kann z.B. passieren, wenn das neu zugegebene Wasser wärmer ist als Raumtemperatur oder wenn die Temperaturen im Raum schwanken. Wasser hat eine hohe Wärmekapazität, das heißt es speichert mehr Wärme als Luft und kühlt daher langsamer als die Luft ab. Wenn der Raum, wo sich das Formicarium befindet, schnell abkühlt, dann kühlt das Wasser im Formicarium nicht schnell genug mit ab und es bildet sich Kondenswasser auf den Scheiben.

      Das mit der hohen Wasserdichte hab ich nicht verstanden, Life. Meinst du damit vielleicht hohe Luftfeuchtigkeit? Wenn die bei 100% ist reicht schon eine relativ geringe Abkühlung der Frontscheibe um Kondenswasser zu bilden.

      Das fällt mir übrigens grad die Frage ein: Wieviel Luftfeuchtigkeit ist in so einem Nest eigentlich erwünscht?
    • Jo, das war ein bisschen zu viel Wasser.

      Zum Thema Nebler hab ich bisher nur negatives gehört im Bereich von Terraristik/Reptilien.
      Angeblich kann es vorkommen das der Nebel die Temperatur rapide um mehrere Grad absenkt.
      Zudem kommen die Vibrationen durch diese Ultraschallmembrane, und wir wissen ja das Ameisen Vibrationnen/Erschütterungen nicht leiden können.

      Besser von Hand sprühen um sicher zu gehen.
      Das Nest sollte eigentlich schon eine Woche feucht bleiben ohne nachgiessen zu müssen.
      Gut, mit Ytong mach ich gerade die ersten Erfahrungen aber vom Bewässerungsprinzip her sollte es kaum einen Unterschied zu der Farm geben.

      Die meisten Kammern würd ich noch mit Sand/Lehm-Mischung auffüllen ;) .

      gruss
      Liebe ist, einem 120 km entfernten Ziel mit einem Aratek-Präzisionsgewehr und einem Tri-Light-Zielfernrohr die Kniescheiben zu zertrümmern!
      (HK-47 xD)