Haltungsbericht: Nordafrikanische Messor spec. (Rötlich) von Rbn

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    • Das neueste aus dem Gewächshaus:

      Zunächst zu Galina's Beitrag hier im Thread: Ich wäre einem Mod/Admin sehr verbunden wenn er den Beitrag in den Diskussionsthread verschieben könnte. :)

      Ich wollte euch unbedingt den bisher bedrohlichsten Ausbruchsversuch der Tiere zeigen, sie können zwar an der Glaswand wunderbar klettern, jedoch kam es noch nie zu einer ,,Kletterrunde" während ich am Nest zugange war. Daher hier der ernsteste Ausbruchsversuch am Gummistpofen:



      Nachdem was ich beobachten konnte ist mir klar geworden, dass die Majore zwar klettern können, allerdings ziemlich tollpatschig sind, was ich dann auch von den Media vermutet habe. Ich habe mich was das betrifft geirrt! Kürzlich sah ich eine Media, kopfüber mit einem Stück getrockneter Gammarus zwischen den Mandibeln, klettern. Echt beeindruckend was die so einfach können:




      Das war jetzt auch die perfekte Überleitung zum Futter:

      Ich habe mit der Fütterung von Proteinen vor zwei Wochen aufgehört, weil ich befürchtete, dass die Feuchtigkeit im Nest nachher noch mehr Schaden anrichten könnte, wenn totes organisches Material (Proteinfutter) vorhanden wäre. Vorsichtig habe ich vor einigen Tagen einmal Mückenlarven gegeben und bin zu dem Schluss gekommen, dass bei der Geschwindigkeit mit der die Proteine verwertet werden, keine Gefahr besteht. So habe ich im Abstand von zwei Tagen auch Gammarus und vorgestern einen Mehlwurm gegeben. Bisher alles gefriergetrocknet. Denke aber, dass ich ihnen bald mal Lebendfutter in der Form vom Fliegenmaden anbieten werde.
      Die Gemeinschaftsarbeit beim ziehen des Mehlwurms:




      In letzter Zeit fouragieren immer mehr Arbeiterinnen (5-6) auf dem Nest. Vielleicht suchen sie noch mehr als die vorhandene Nahrung? Oder liegt es daran, dass ich häufiger Proteine gebe? Jedenfalls hinterlassen sie manchmal trübe Streifen auf dem Glas. Jemand ne Ahnung wo die herkommen? Hab das schon im RG beobachtet.

      Ich kann definitiv vier neue Mitglieder im Staat begrüßen, davon zwei Majore deren Köpfe noch ganz hell sind (inetwa die Körperfarbe von Lasius flavus). Der Staat schein jedoch erhöhten Bedarf an Minoren und kleinen Media zu haben, da die vorhandnen Larven/Puppen kleiner erscheinen als noch vor zwei Wochen. Vermutlich waren die paar großen die geschlüpften oder es sind bereits mehr geschlüpft ohne, dass ich es bemerkt habe. Führe demnächst mal eine weitere Volkszählung durch. Jetzt zu zählen wäre zu früh.

      Hier ein Bild des ,,verwelkenden Gewächshauses", es scheint als bekämen die Pflanzen nicht ausreichend Nährstoffe aus dem Ytong... :rolleyes:




      Es scheint als bevorzugen sie ungeknackte Körner, da sie sich nicht wirklich für die erwärmen können, die ich ihnen gegeben hab. Ich lasse die Körner nur solange im Nest, weil die relative Feuchte verhältnismäßig gering ist und ich nicht befürchte, dass sich bei Körnern schnell Futtermilben bilden.

      Vorhin entdeckte eine Minor links am Nest eine Spalte, welche ich nicht ausreichen mit Watte abgedichtet habe und verkroch sich darin. Zu meinem Glück fand sie zügig wieder heraus und ich hatte Gelegenheit das Nest an der Seite abzudichten. Soll nochmal jemand sagen Ameisen sind leicht zu halten, wenn man für sie einen Platz/Weg vorsieht, nehmen sie garantiert einen anderen!

      Hocherfreuliches: Es gab bis dato keine weiteren Toten seit dem letzten Post!

      Sie haben sich sogar auf einen Platz für ihren Müll festgelegt, wollten wohl nicht, dass ich immer das komplette Nest von oben abgrasen muss. Die Absenkung links auf dem Nest scheint ihnen eine geeignete Deponie zu sein.

      Hier noch ein Bild der Brut, bitte entschuldigt die miserable Qualität, aber ich besitze keine Kamera mit der gute Makroaufnahmen machbar sind:


      Das Tier (Media) direkt an den Mandibeln der Königin, hat eine solche Kopffärbung. :coke:


      Edit: Eins muss ich korrigieren: Habe grad festgestellt, dass es wohl zwei Tote gab! Ich beobachtete eine Media hinter das Nest krabbeln (noch eine undichte Stelle) und fand dort zwei Tote. Nachdem die Media wieder heraus kam, konnte ich die Stelle abdichten!
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Zunächst die guten Nachrichten:

      Ich kann immer mehr Aktivität der Tiere beobachten und es zeigt sich, dass sie sehr aktiv sind was das fouragieren betrifft. Ihre durchschnittliche Aktivität zeigt sich z.B. auf diesen Bildern: (Leider bekam ich nicht mehr Tiere gleichzeitig vor die Linse. Durchnittlich durchstreifen 6 Tiere, zur gleichen Zeit, die Nestoberfläche)



      Hier ein einfach nur schönes Bild einer arbeitenden Media(?):





      Das Pflanzenwachstum stand Donnerstag:


      Pflanzenwachstum stand jetzt (Dienstag):




      Außerdem gibt es Nachwuchs: Eine Major mit durchsichtigem Körper!


      Dann blühte mir eine Überraschung, als ich Leben in der Arena bemerkte. Ich dachte, dass kann doch garnicht sein, als ich genauer hinsah, sah ich in der ausrangierten Arena eine nichtmal Mediagroße Spinne. Schnell hab ich sie aus dem Formi entfernt. Was wäre gewesen wenn ich das nicht bemerkt, die Arena aber angeschlossen hätte......

      Das Nest ist trocken! Die heißen Tage haben dafür gesorgt, dass das Nest nun genau die richtige Feuchte hat (grad so kein Kondenswasser). Pflanzen verwelken zusehends und einige wurden bereits herausgetragen.


      Jetzt zum unangenehmen:

      Es hat über die vier Tage, fünf Tote gegeben! Darunter eine Pygmäe die so klein war, dass ich sie zunächst garnicht als Ameise identifiziert habe.
      Als ich mit LifeStyler per PN eine Deduktion, bezüglich des Problems, betrieben habe, schloss ich auf die von mir falsch gewählt Temperatur als Ursache.

      Ich dachte, die von WoA angegebene Temperatur von 25-30 Grad Celsius sei eine generelle Angabe. Ich bin nun belehrt worden, dass 25 Grad Celsius das absolute Maximum für die Temperatur im Nest ist (Was ja auch, wenn man darüber nachdenkt, logisch ist). Daher habe ich folgende Konstruktion mit zwei Kühlakkus versehen, weil ich hier im Dachgeschoss keine andere Umgebungstemperatur bieten kann:



      Aktuell zeigt das Thermometer im Nest 28 Grad Celsius an. Ich hoffe, dass damit die Ursache für das Sterben gefunden ist.
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Neues vom Staat:

      Schlechte Nachrichten zuerst:

      Es gibt zwei Tote, eine noch nicht ganz dunkle Major und eine Minor. Womöglich aufgrund der Hitze Anfang der Woche. Halte die Temperatur seitdem konstant zwischen 25 und 26 Grad.
      Konnte der Major bloß noch beim Sterben zusehen. Körperlich sind an der Toten keinerlei Verletzungen festzustellen.

      Die Festigkeit hat wieder ins Nest Einzug gehalten. Wie auch immer, da ich nicht befeuchtet habe, scheint es ein Rätsel zu blieben. Es herrscht aber rege Aktivität im Wasserreagenz.



      Gutes:

      Es herrscht rege Aktivität im Nest. Man könnte meinen, dass sie meine Futterstellen abpatroullieren. Ich kann jedoch dadurch das Nest nicht gefahrlos öffnen, da quasi immer ein Tier an dem Deckel ,,klebt".

      Ca. elf Tiere finden sich durchgängig auf dem Nest, was eigentlich nicht zur Koloniegröße passt.


      Sie scheinen auch aufzuräumen, da ich vermehrt Samen finde, welche es zu entsorgen gilt.



      Volkszählung ergab 49 Individuen, eine ,,Geburt" kann ich bezeugen. Die Brut ist aber aufgrund der wiedereingetreten Feuchtigkeit unmöglich zu zählen, außer jemand hat ein Endoskop rumliegen.

      Pflanzenwachstum scheint allgemein zurückgegangen zu sein, vielleicht aufgrund der Tatsache, dass die Tiere nun ,,aufräumen":



      Ich habe die heißen Tage mit einer Konstruktion aus Pappe und Kühlakkus überbrückt, damit die Tiere nicht anfangen zu kochen.

      Das was erstmal von Mir.
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Kurzes Update ohne Bilder:

      Gestern reinigte ich die Nestoberfläche und hob zu diesem Zweck den ,,Deckel" an. Leider bemerkte ich nicht, dass die auf der anderen Seite des Deckels eine Ameise versuchte durch den Spalt, zwischen Farm und Deckel, zu entkommen. Unwissenderweise beseitigte ich die Essensreste aus der Farm und zerquetschte dabei eine Media.

      Somit geht nun auch ein totes Tier auf mein Konto.

      Das Völkchen ist fleißig Reste am beseitigen beziehungsweise aufräumen.

      Zur Feuchte: Ich versteh nicht wo die wiedereingekehrte Feuchte herkommt. Feuchte im Nest verbleiben aber mich aufgefallen? Von den Ameisen reguliert? Kondensation? Luftfeuchtigkeit? Temperatur konstant zwischen 25 und 26 Grad Celsius.
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Neues vom Staate:

      Vorweg:
      Es gab, seit meiner unfreiwilligen ,,Tötung" eines Tiers, viele tote. Sieben am der Zahl, darunter eine Ertrunkene, welche ich im folgenden Bild noch versucht habe durch ein Salzbad zu retten. Da auch nach 24 die, zuvor klebend an der Watte, ertrunkene Arbeiterin keine Regung zeigte, habe ich sie offiziell für Tod erklärt.


      Die einige der restlichen Toten habe ich hier fotografiert, jedoch nicht alle, da ich einige Tiere bereits entsorgt hatte als neue Leichen dazukamen.


      Zum Futter:
      Die kleinen scheinen nicht bloß eine Vorliebe für Gammarus, sondern auch für größere Krebstiere zu haben, welche der Größe von Schildkrötenfutter (war zufällig zur Hand) entsprechen.


      Wurde gut angenommen und anders als die Körner nicht bloß durch die Gegend getragen und anschließend ignoriert. Verzichte daher bis auf weiteres auf die Gabe von weiteren Körnen.

      Habe vorgestern einen Schreck bekommen, als ich sah, dass die Tiere (scheinbar) plötzlich alle Weg waren. Habe dann genauer hingesehen, als ich sie auch nicht im unteren Teil des Nestes gefunden habe. Entdeckt habe ich sie dann im Mittelteil des Nestes, in einem schmalen Gang.
      Den neuen ,,Brutplatz" der Kolonie zeig' ich euch hier:


      Zu guter letzt hier den aktuellen Stand des Schimmels und des Pflanzenwachstums:


      Ich muss zugeben, dass mir mit dieser Kolonie (anders als bei meinen alten L. niger Kolonien) kein guter Start gelungen ist und es mich zunehmend fordert mich um die besten Bedingungen für die Tiere zu bemühen, da ich bis jetzt keine wirklichen Erfolge (außer die Stagnation der Population) zu verbuchen habe. Ich bitte daher um eine Resonanz von euch, ob ihr weiterhin über das ,,Leiden und Sterben" dieser, an sich sehr aktiven und wunderschönen, Kolonie auf dem laufenden gehalten werden wollt.
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Neues nach den Ferien:

      Da bin ich wieder mit neuen !!!Positiven!!! Nachrichten von meiner Kolonie:

      Volkszählung ergab knapp 120-130 Tiere. Tatsächlich aber nahezu unzählbar aufgrund von sehr hoher Aktivität.
      Die Pflege scheint den Tieren sehr gut getan zu haben: Es gab viel Ruhe, viele Proteine und wenig Bewässerung.
      Täglich habe ich den Tieren 2 Gammarus a 2cm Körperlänge verordnet. Das hat zu einem massiven anwachsen der Brut geführt und einem ebenso starkem anwachsen der Kolonie. Gefühlt ist der bewuchs geringer als zuvor, die Verschmutzung jedoch höher. Aufgrund des zurückgegangenen Schimmels habe ich mich nach wie vor nicht getraut zu bewässern und erachte das auch vorerst nicht als nötig, da ich regelmäßig Kondenswasser am Scheibeninneren vorfinde. Gelegentlich tragen die Arbeiterinnen die, im vergleich zu vorher, Massen an Brut von einem Ort zum anderen (merkwürdigerweise immer häufiger an die Oberfläche). Hier einige Bilder von der umhergetragenen Brut, an !!verschiedenen!! Tagen:









      Die Beheizung habe ich kurzerhand geändert, da es mir unlogisch erschien, dass das Nest in der Natur von unten gewärmt wird (Danke @LifeStyler: für den Tipp). Ich habe also das Heizkabel oben an den Farmrücken angeklebt (was witzig aussieht, weil das Kabel nun in der Luft baumelt) und das Thermostat an der Stelle messen lassen, sodass konstant 25 Grad Celsius herrschen (zumindest an der Oberfläche).
      Eine weitere Besonderheit:
      Sie ,,Graben" sich immer Tiefer in die Watte des Wasser-RG´s ein. Ob sie besser rankommen wollen? Hier ein Bild während der Grabungsarbeiten:



      Ich werde bald, mit LifeStyler´s Unterstützung (in Form eines kleineren Nestes), versuchen das Nest zu reinigen und das Volk in ,,Angepassten Verhältnissen" wachsen zu lassen.

      Das wars Vorerst. Meld mich wenn's was neues gibt!
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Hier melde ich mich mal wieder zurück aus dem ,,Exil" um neues von meinen Krabblern zu berichten:

      Wie haben sie sich seit dem letzten Bericht entwickelt?
      Seit dem letzten Bericht ist die Zahl weiter gestiegen. Ich !schätze! das Volk auf ca. 150 Tiere, darunter nun auch sehr große major Arbeiterinnen. Ich füttere seither nur Hirse, Weizenkleie, Leinsamen und getrocknete Garnelen. Die Körner verbrauchen sie binnen weniger Tage, auch bei etwas größeren Mengen. Mittlerweile erkenne ich recht einfach wann Nachschub gefordert ist, weil ich ihre ,,Lagerstätten" kenne. Daher kann ich auch keine konkrete Menge oder einen genauen Rhythmus benennen. Ich füttere sie so wie´s grad passt und das mit recht viel Erfolg. Hier ein Bild der derzeitigen Population und des Bewuchses:



      Man sieht deutlich den unterschied zu vor ein paar Monaten, die kleinen haben gründlich ausgemistet und sich prächtig vermehrt, jedoch umziehen tun sie nicht, trotz der Tatsache, dass das alte Nest nicht mehr bewässert/beheizt wird und dem Tageslicht ausgesetzt ist. Der Grund, weshalb ich trotz der positiven Entwicklung bezüglich des Mülls in den Kammern, möchte, dass sie umziehen ist folgender: Der Müll wurde statt an die Oberfläche wo ich ihn hätte entfernen können, zwischen Nest und Glasscheibe auf der Rückseite und an den Seiten als ,,Füllung" verwendet, was wieder unansehnlich ist bzw. bei Öffnung des Nestes nicht angenehm riecht. Als i Tüpfelchen haben sie dann noch Müll, der überschüssig war im Bindestück des Rohres zum neuen Nest platziert und ich ringe derzeit mit mir, dies zu säubern, auch auf die Gefahr hin, dass es dann einen größeren Ausbruchsversuch herbeiruft. :think:



      Die komplette Konstruktion (Inklusive @Lifestyler:´s Kunstwerk) sieht dann so aus:





      Ich werde beim (hoffentlich bald eintretenden) Umzug der Tiere, den Ytong aus dem alten Nest entfernen und das Nest inklusive Ytong säubern, sodass ich die Chance hab mit Heißkleber/Silikon/Gips (Entscheidung steht aus) die von den Tieren entdeckten Schwachstellen abzudichten, sodass ich das Nest, bei entsprechendem Kolonienwachstum abdichten kann.

      Wichtig!: Gelingt mir dies nicht zu meiner Zufriedenheit und Zuversicht, dass es dicht und seiner Aufgabe gewachsen ist, dann werde ich die Farm mit Sand/Lehm füllen und zum Graben zur Verfügung stellen!

      Hier nochmal, weil es so schön ist ein Bild wo sich ihre Majestät mal gut sehen lässt:



      Sollte es Anregungen geben, wie ich die Kleinen zum Umzug bewegen kann -> Ab in den Diskussionsthread damit! :frage:


      Randbemerkung wegen der längeren Pause: Ich werde zukünftig versuchen einen regelmäßigen Rhythmus zu finden, habe aber aus Zeit- und Lustmangel nicht weiter an diesem HB gearbeitet, infolge einer relativ dramatischen Trennung und bitte daher um Anerkennung für die jetzige Fortsetzung dieses HB´s.

      Das war´s im groben für dieses mal! :liste:
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Es gibt neues von den Tierchen!

      Nach mehrfachem Umzug aufgrund des erhöhten Platzverbrauchs, bedingt durch den Schlauch, stehen die kleinen nun im Regal nebenan :)

      Ich muss jedoch verkünden, dass die Tierchen den Umzug vom großen ins kleine Nest nicht gut überstanden haben. Erstmal war es schwierig, dass von den Tieren ,,abgedichtete" Nest aus dem Glas zu bekommen, nachdem diese Monate nicht freiwillig umgezogen sind, dann wollten sie selbst, als ich den Ytong nach einigen Stunden raus hatte, nicht von jenem runter und ich musste viele Tiere vom Ytong ,,schieben". Das scheinen sie nicht gut verkraftet zu haben. Ich zählte 98 Tote binnen 4 Wochen, damit hat sich die Kolonie beachtlich verkleinert. Hier ein Bild des ,,Friedhofs":



      Nach diesem ersten Umzug ins kleine Nest bekam man Bilder wie diese zu sehen, wo sie mit der Zeit beachtliche Mengen Körner sammelten:



      Ich gab ihnen verhältnismäßig viel, in der Hoffnung die Königin käme durch den erhöhten Input an Nahrung auf die Idee einen erhöhten ,,Output" an Nachkommen hinzulegen... Bis jetzt hat sich diese These nicht bestätigt. Ich überlege ob ich wieder zusätzlich Proteine füttern soll, da gibt es offenbar sehr unterschiedliche Meinungen von Messor Haltern , ob es sinnvoll ist den Tierchen nicht ,,nur" Körner zu geben.... Was meint ihr? In den Diskussionsthread damit! Außerdem habe ich das Wasser nun durch einen kleinen Napf im Nestbereich zugänglich gemacht, da ich lange keine Tiere mehr am Spender in der Arena gefunden habe. Schade!

      Was das Kondenswasser betrifft bin ich sehr unsicher. Der Gips bekommt von mir 6 ml Wasser pro Woche, in den ersten Tagen nach der Bewässerung sieht man ganz deutlich dein ,,Tau" auf dem Kunststoff. Auch dürfte viel Kondenswasser vom Napf kommen, dessen Schwamm alle 3-4 Tage trocken ist. Ich träufle dann mit einer kleinen Spritze (2 ml) Wasser durch das Belüftungsloch, um das Nest nicht zu stören.

      Der endgültige Umzug fand heute statt. Nun haben es die Kleinen auf einem neuen Regal gut :)






      Die Belichtung in dem Regal ist recht aufwendig und um ehrlich zu sein mehr als schlecht. Ich werde mir demnächst eine LED-Leiste besorgen um das ganze angemessen auszuleuchten.

      Ich freu' mich darauf eure Meinung zu hören, wo ich ehrlich gesagt besorgt um das Wohl der kleinen bin, auch wenn ich seit ca. 3 Wochen keine Toten mehr gefunden habe...
      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Da bin ich wieder um euch bezüglich der Kolonie auf dem Laufenden zu halten.

      Aufgrund der MASSE an Fotos, die immer mal wieder entstehen, werde ich hier nur einige hochladen können, alle weiteren werde ich mit einem Link zu meiner Dropbox verlinken, garantiere aber nicht, dass diese dort für immer erreichbar sein werden. Für den Link zum entsprechenden Ordner klickt einfach hier.



      Der kürzlich hereingebrochene Sommer hatte unweigerlich zur Folge, dass sich das ein oder andere stechende und nicht bestäubende Insekt zu mir verirrt hat. Die Tatsache, dass sich jene hervorragend als Futter eigenen und ich nicht gerade Skrupel damit habe Wespen zu verfüttern, ließ schöne Fotos entstehen und hat das Wachstum der Tiere sichtlich beschleunigt (So jedenfalls meine Einschätzung, da nun nicht mehr eine der Kammern, sondern zwei zur hälfte mit Brut in allen Stadien gefüllt ist). Leider sind gute und detaillierte Aufnahme von der (der Arena zugewandten) Seite, wo sich die Brut befindet, die eine Zählung erlauben würden, so gut wie unmöglich.

      Der klägliche Versuch einer solchen Aufnahme:



      Interessante Beobachtungen bezüglich der Aktivität der Tiere konnte ich machen, da sich die Aktivität in der Arena circa verdreifacht, wenn das Nest sehr Trocken beziehungsweise sehr Feucht ist, ebenso wie die Anzahl der toten Tiere, die ich auffinde, steigt, sobald das Nest zu trocken wird. Dies lässt für mich (höchst unwissenschaftlich natürlich) den Schluss zu, dass meine Kolonie recht empfindlich auf zu große Schwankungen der Nestfeuchte reagiert, wobei es immer noch ausreicht, diese mit etwas Gefühl, gewissermaßen ,,Pi mal Daumen" zu regulieren. Zudem hat seit der Fütterung der zwei Fluginsekten die Gesamtaktivität stark zugenommen.




      Desweiteren überlege ich die PTFE Schicht durch eine Talkum Schicht zu ersetzen, da ich der unbeständig und laienhaft aufgetragenen PTFE Schicht nicht so recht traue. Was sagt ihr dazu?

      Ich bin mir unsicher, aber im großen und ganzen würde ich sagen, dass die Gesamtanzahl der Tiere zugenommen hat, auch wenn eine Zählung für mich wie eine Unmöglichkeit erscheint, da ist zuviel Bewegung drin, da würde ich Tiere doppelt und dreifach Zählen. Alles in allem würde ich aber sagen, dass die Anzahl der schlüpfenden Puppen fast äquivalent zu denen der Tode der Arbeiterinnen ist, da ein wirklich kontinuierliches Wachstum kaum stattfindet. Die Möglichkeit des Wachstums der Tiere hat mich jedoch veranlasst vorsichtshalber schonmal Gips in die Farm zu gießen, sodass ich bei Zeiten ein Gipsnest als Alternative habe, wenn das Volk groß genug ist. Derzeit härtet der Gips aus und sieht noch recht unschön aus, weshalb der Teil hier ohne Bild bleibt. :work2:

      Da die Tiere ausreichend Körner horten habe ich die Fütterung derer vorerst ausgesetzt und liefere bei Gelegenheit (wenn mir wiedermal eine Wespe entgegenkommt) Nachschub an frisch überbrühter Proteinnahrung (ich habe die beiden Wespen beim lebendigen Leibe überbrüht und dann den Tieren übergeben. Die Majore hatten nicht das geringste Problem mit dem Chitinpanzer der Jagdinsekts. :erster: ). Hier einige Bilder zur dramatischen Untermalung:
      Das frisch überbrühte (zweite) Opfer:

      Die Damen bei der Arbeit:

      Die ,,Ausschlachtung" der Einzelteile, in dem von den Tieren vermutlich als Teil des Nestes angesehenen Schlauch:


      Das war´s vorerst, wenn ihr noch was wissen wollt, was euch unter den Nägeln brennt, dann schreibts in den Disskussionsthread!
      Liebe Grüße,
      Rbn

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