Myrmecophyten und Ameisen in Symbiose - Haltung möglich?

    07.05.2021
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    • Myrmecophyten und Ameisen in Symbiose - Haltung möglich?

      Hallöchen ihr Lieben,


      ich war gerade am lernen für die bei mir anstehende Bio-Klausur und stieß auf eine alte Abiturklausur über die Symbiose von C. schmitzi und der fleischfressenden Kannenpflanze. Aus reiner Neugier stöberte ich zu dieser Art von Symbiose mal im Netz und fand recht schnell heraus, dass es viele hundert Pflanzenarten gibt, die mit Ameisen eine Symbiose eingehen, darunter sogar welche, die den Ameisen Wohnraum UND Nahrung bieten. Das Thema lässt mich irgendwie nicht los, da habe ich mich gefragt: Wie realistisch ist es, dass eine langfristige Haltung solcher Arten möglich ist? Wie interessant wäre das? Gibt es da Erfahrungen oder Haltungsberichte (ich habe keine gefunden)? Ich stelle es mir eigentlich wirklich faszinierend vor.

      Was meint ihr?

      Damit an dieser Stelle: Gute Nacht!
      Liebe Grüße,
      Rbn

      Die "Danke'' Funktion ist zum benutzen da!
      Mein Messor sp. Haltungsbericht
    • naja der grund weshalb man keine Haltungsberichte findet ist einfach

      die meisten Ameisen sind in Symbiose mit Bäumen ..... versuch mal so nen Baum ins Zimmer zu bekommen denn der Will auch anständig Licht bekommen und richtiges Klima da bräuchtest dann schon nen eigenen Raum.
      bei den C.smitzi und der Kannenpflanze liegt es daran das es eine bestimmte Kannenpflanze sein muss und die steht unter Schutz.
      Andersherum ist es meist so das die jeweiligen Ameisen-arten auch ohne die Pflanzen gehalten werden können da die Pflanzen mehr von den Ameisen abhängig sind als die Ameisen von der Pflanze.
      Natürlich giebt es auch da einige ausnahmen.

      Im großen und ganzen liegt es aber am ehesten daran das man zuwenig weiß über die Symbiosen.
      Denn oft lebt ne Ameise in Symbiose mit einem Baum der ihr Wohnraum und Nahrung bietet aber während dessen lebt die Ameise noch in Symbiose mit Schildläusen
      und der Baum hat noch ne Symbiose mit nen Pilz etc.
      und keiner weiß genau wie stark jeder vom andren Abhängig ist
      Firefox :dubistdergroesste:
    • @ Kurominos,

      Lies Dir mal diesen Bericht durch (Rbn wird ihn kennen ;) :(
      ameisenportal.eu/viewtopic.php?f=11&t=860

      Solche Symbiosen sind selten „einfach“ und noch seltener kann man so etwas im Kleinstformat eines Formikariums nachbauen. – Ich würde mich da niemals rantrauen!

      @ Rbn:
      „…eine alte Abiturklausur über die Symbiose von C. schmitzi und der fleischfressenden Kannenpflanze.
      Eine Abi-Klausur über so ein Thema? Das gibt es wirklich? – Das haut mich echt von den Socken!
      Meines Erachtens ist das geradezu absurd weit weg von dem, was man unter „Allgemeinbildung“ versteht! – Es gibt genügend alltägliche Symbiosen, direkt aus unserem Erfahrungsbereich, anhand derer man das Prinzip deutlich machen kann. Und das müssen nicht immer die „Knöllchenbakterien“ der Leguminosen sein...

      Zufällig stieß ich dieser Tage auf eine ältere Diskussion über die Symbiose der Wiederkäuer (Rinder, Schafe, Ziegen,…) mit ihren Pansen-Symbionten.
      Wer denkt schon darüber nach, dass diese „typischen Pflanzenfresser“ sich hauptsächlich von tierischem Eiweiß ernähren? – Bei ihren Symbionten handelt es sich in großem Umfang um Ciliaten, Wimpertierchen, also tierische Einzeller, die schließlich von ihren „Wirten“ verdaut werden!
      Wobei diese Einzeller wiederum mit Hilfe eigener Endosymbionten das Pflanzenmaterial verdauen und daraus tierisches Protein produzieren…..

      Ansonsten hat jeder, der Camponotus spp. hält, bereits eine Symbiose im Formi: Die haben Endosymbionten; nur weiß man noch nicht ganz genau, was deren Nutzen für die Ameisen ist.

      Schönen Sonntag wünscht
      Antguy
    • Die exakten Verhältnisse zueinander sind ja recht wenig bekannt, allerdings gibt es schon auch einige solcher Pflanzen, die im Handel erhältlich sind. Ich hab mich ja schon mal damit beschäftigt, da ich noch ein ungenutztes Terrarium hab. Ich glaube allerdings auch nicht, dass es in vollständiger Symbiose läuft, sondern dass immer noch zugefüttert werden muss. Es wäre aber schön ein Anfang.
      lg Franz :ant:
      _______________________________________________________________________________________
      "Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen." - Abraham Lincoln :frage:
    • Guten Morgen zusammen!

      Den Bericht kannte ich in der Tat noch nicht, aber der zeigt sehr schön die komplexen Verzweigungen und Relationen in freier Wildbahn!

      Zum Thema ,,Abi-Klausur" hänge ich, für die Interessierten, die Klausur inkl. Musterlösung mal an ;)

      Das Thema ,,Symbiosen im Taschenformat" lässt sich ganz einfach verdeutlichen indem man hier mal einwirft, dass z.B. Oecophylla spp., Atta spp. und Acromyrmex spp. ebenfalls in einer Symbiose leben, die bei keiner der Arten ,,klein zu halten" ist und, dass rational gesehen solche Arten für den Privatmann praktisch nicht langfristig (und schon gar nicht Artgerecht!!) zu halten sind. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass es in dieser ganzen Sparte der Myrmecophyten nicht auch solche gibt, die entweder klein bleiben oder sich klein halten lassen. Frage ist dann natürlich in wie weit man da ungespritzt und mit separaten Ameisen ran kommt XD
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      Liebe Grüße,
      Rbn

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    • Ich hab darüber im Lk-Abi geschrieben, da gabs auch noch ne Tabelle zu wie andere Ameisen mit rutschigen Oberflächen zurechtkommen und man sollte erklären wie diese Symbiose evolutionär entstanden sein könnte.
    • Wenn ich im LK sitze sollte ich natürlich an der LK-Klausur üben, wusste nicht, dass es das Thema auch im LK gab, hab' die Klausur aber auch gefunden ;)
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      Liebe Grüße,
      Rbn

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