Perlitplatten

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    • Perlitplatten

      Hallo ihr Lieben,

      kürzlich bin ich auf ein Material gestoßen, das ggf. Potential als Nest haben könnte. Es geht, wie im Titel geschrieben, um Perlitplatten. Das ist eigentlich ein Dämmmaterial, das man im Hausbau einsetzen kann (wobei das ja nicht ungewöhnlich für uns ist, Ytong ist ja auch eigentlich für den Hausbau gedacht).

      Warum ich das Material so interessant finde, ist der Umstand, dass es sehr basisch ist. Laut Herstellern kann dort Schimmel fast keinen Ansatz finden. Zudem ist es mehr oder weniger porös, es besteht nur aus Vulkangestein und einem Zusatzstoff, der das Perlit zusammenhält. Leidgeplagte Ytongnestbesitzer, wo Schimmel keine Seltenheit ist, wissen sicher, warum ich nun auf diese Platten als etwaigen Ersatz anspiele... ;)

      Hat jemand das Zeug zufällig schonmal irgendwo entdeckt oder sogar ausprobiert?
      Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern.
    • Prinzipiell sollte es kein Problem sein, Hauptsache bearbeitbar und etwas porös, wegen der Befeuchtung.
      Hab schon gehört, dass manche auch Schamott verwenden, was gerade etwas widerstandsfähiger sein soll.
      lg Franz :ant:
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      "Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen." - Abraham Lincoln :frage:
    • Hört sich nach einem guten Baustoff für Nester an. Aber der PH-Wert gibt mir zu bedenken. Wenn dieser Stoff Wasser aufnimmt (Was die Platten sehr gut können), dann kann der basische PH-Wert doch wahrscheinlich dazu führen, dass es für die Brut, aber vlt sogar für die Imagos schädlich ist.
      Man sollte es vlt vorsichtig ausprobieren, wie Ameisen damit zurecht kommen. Im Grunde wird es ja bestimmt auch in der Natur Ameisen geben, die mit solchen Werten im Gestein konfrontiert sind.
      Ich lebe zu Hause mit:
      Atta sexdens
      Camponotus ligniperdus
      Lasius niger
      Camponotus singularis
      Myrmicaria brunnea
      Camponotus pilicornis

      Meine Antworten sind wie immer ohne Gewähr
      :D (aber meistens richtig ;) )
    • Der pH-Wert dürfte keine Rolle spielen. Immerhin sind die eigentlich alle kalk- oder zementgebundenen Baustoffe basisch, der einzige Gipsist sauer.
      Abgesehen davon schwimmen sie ja auch nicht im Eluat.
      lg Franz :ant:
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    • Warum wird dann hier der PH-Wert als so wichtig angepriesen :D?
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    • Weil er schimmelhemmend sein soll. Schimmel scheint einen hohen PH-Wert nicht zu mögen.
      Daher habe ich durchaus aufgemerkt, als ich das Material (online) entdeckt habe - mir, wie vielen anderen Haltern auch, ist sicher schon mehr als ein Ytong geschimmelt.
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    • Ich glaub aber nicht das der Yton ansich schimmelt sondern das es eben die organischen reste der Ameisen sind.
      Hatte auch bei den Camponotus ewigkeiten das Ytonnest in einem Wasserbecken hängen und da ist nichts geschimmelt ... oben in den Gängen wars teilweise aber schon verfärbt. Unten hing das ganze in einem abgeschlossenen Wasserbehälter ... wie gesagt ... da kein Schimmel.

      Ich denke auch das man auf Beton ansich keinen Schimmel sieht weil der nicht offenporig ist und sich da nicht so viel verfangen kann. Daher hab ich nun auch mal ein Acrylnest im Einsatz und bin extremst gespannt wie sich das in Sachen Schimmel bewährt.
    • Hm, es geht ja darum einen Stoff zu finden, der das Bilden von Schimmel verhindert. An sich, ja, schimmelt der Stoff aus dem das Nest besteht wahrscheinlich nicht, wie Mauermeise sagt, zu mindestens konnte ich im Internet wenigstens ein bisschen dazu finden, was das auch bestätigt. Es schimmelt dann wirklich etwas anderes, aber die Nester helfen bei diesem Prozess, weil die Luft (relativ) schlecht im Nest zirkulieren kann. Und irgendwann lässt auch die alkalische Wirkung nach, weshalb es wahrscheinlicher ist, dass es zur Schimmelbildung kommt.
      Hm, am besten wir probieren mal den Stoff aus, auf den Icetrey uns aufmerksam gemacht hat :D. Wäre aber natürlich gut, wenn Perlit das Bilden von Schimmel im Nest verhindert, z. B. Von Futterresten.
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    • Ja, im Prinzip ist meine Erfajrung mit Schimmel die, dass natürlich eher mal die Stellen im Ytong schimmeln, die mit organischem Material in Kontakt kamen, v.a. Futterreste.
      Bei großen Kolonien sieht das aber dann schon schlimmer aus, da sich organisches Material (eben Futterreste, Kot, usw.) schon im ganzen Nest befinden/befunden haben.
      Mir selbst ist es zwar noch nicht passiert, dass der ganze Ytong schimmelt, es war nur partiell, aber man hat solche Fotos und Berichte immer wieder gesehen.

      Daher wurde ich etwas aufmerksam, als ich diese Platten im Internet entdeckt hatte. Es klingt wenigstens mal ganz interessant.
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    • Die einzige dauerhafte Lösung die ich mir mal überlegt hatte war ein Nest das man partiell öffnen kann und gut reinigen kann. Aus meinen Erfahrungen stopfen die Ameisen gerne organische reste zwischen Nest und Scheibe und genau dort fängts dann an zu gammeln und wierd halt schwarz.

      Wenn man nun die neuen Acrylnester anschaut (es gibt mittlerweile in China wirklich erschwingliche die auch seit 2018 Version relativ durchdacht sind) dann kann man teilweise gut bewässern und auch partiell einzelne kammern absperren und sogar einzeln öffnen. bei kleinen Kollonien ist das noch gut machbar mit dem reinigen aber sobald dieKollonie mal sehr groß wird ... naja sollte dann der Schimmel in einer Kammer überhand nehmen könnte man so wenigstens dort selektiv eingreifen ohne das ganze Nest austauschen zu müssen.

      Leider hab ich mich dann aber doch gegen solch ein Nest entschieden weil die Bewässerrung bei einem anderen Acrylnest mir deutlich mehr zugesagt hat .... daher kann ich da auch leider keine aussagen zu machen in zukunft.