Messor minor hesperius Fragen bzgl. Haltung und Futter

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    • Messor minor hesperius Fragen bzgl. Haltung und Futter

      Hallo Leute,

      ich habe ein paar Fragen bzgl. der Messor minor hesperius.

      Ich hab diese wunderschönen Damne circa. 5 Monate. habe sie also im Januar diesen Jahres als neue Mitbewohner bei mir einziehen lassen. Es ist eine sehr schöne Königin und ca. 50 Arbeiterinnen in sämtlichen poligynen Ausführungen.
      Ihr Zuhause:
      30x20x20 Arena mit Lehm-Sand-Mischung Boden ca. 1-2 cm.
      dazu 2 Glasfarmen mit selbigem Lehm-Sand-Gemisch.
      1x Glaswürfel "Arena" mit Wüstensand Bodengrund

      In der Arena habe ich ein paar Pflanzen und diverse Dekoration. Eine Schale mit Körnern und 2x Wasserspender.

      Nachdem die Ameisen angekommen sind habe ich sie schnell in die Arena gelegt und der Auszug hat auch nicht lange gedauert.
      Problem dabei war von Anfang an, dass sie nicht in die Farmen gegangen sind, sondern sich in dem eigentlich dünnnen Boden in der Arena verschanzt haben und die Sand-Lehm-Mischung ziemlich aufgewühlt haben und am Arenagrund sozusagen ihre Kammern und Gänge gebaut haben. Dieses Gemisch trocknet auch ziemlich gut und sie haben quasi feste Kammern gebaut in denen auch etwas Brut und Körner gelagert werden. Innerhalb der Arena sind sie ein paar mal umgezogen, ich sage mal von Ecke zu Ecke. Besonders mögen sie den den dünnen Bereich unter den Wasserspendern.

      Kleiner Zwischenfall letzte Woche: Irgendwie haben sie es geschafft die Erde soweit aufzutürmen, dass sie dabei in die "Einflugschneise" vom Wasserspender geraten ist und dieser dabei zur Hälfte ausgelaufen ist und eine Seite der Arena mehr oder weniger geflutet bzw. stark befeuchtet hat.
      (Sonst befeuchte ich mit einer Wasser-Zerstäuber-Flasche).

      Nun haben Sie sich wieder dort hineingegraben....

      Naja. Da das allerdings nicht Sinn und Zweck der Arena sein soll habe ich da erstmal ein paar Fragen.
      Ich habe nun wirklich hin und her überlegt und kurzerhand entschlossen selbst ein Ytong-Nest für meine kleinen Freundinnen zu bauen.
      Ich bin auch schon recht weit gekommen. Auch die Wasserzufuhr ist gesichert uns ausreichend Platz für die Größe der Kolonie ist vorerst vorhanden.
      Da sie ja die anderen Nester nicht annehmen dachte ich, dass dies eine wunderbare Alternative ist wenn ich es richtig anbiete und ordentlich baue. Ich habe mir dazu mehrere Anleitungen angeschaut und mir bereits das passende Werkzeug zur herstellung sowie alle weiteren Materialien besorgt, um das heute bzw. am Wochenende anzugehen. (zum Verständnis, ich habe schon eins gebaut für meine Lasius Niger Kolonie).

      So... jedenfalls wollte ich euch erstmal fragen wie ich denn meine Damen jetzt dazu mehr oder wneiger zwingen kann in das neue Nest einzuziehen?

      Bewässerung stoppen? Abdunklung entfernen?
      Jede Art von Tips ist sehr willkommen.

      Grund dafür ist, dass ich die Arena säubern und nochmal neu gestalten möchte. Erstens möchte ich einen anderen Bodengrund benutzen, der nicht unbedingt dazu einlädt ein Nest im Arena Bereich zu graben, auch wenn er nur 1-2 cm hoch ist, wie es bei der Sand-Lehm-Mischung momentan der Fall ist.
      ich dachte da an den Wüstengrund, den ich eh schon in der kleineren Arena habe und zur Abwechslung noch ein wenig Aquariumkies aus dem Zooladen.

      Die Deko werde ich auch noch Verändern und habe Vorstellungen dazu, das soll jetzt aber kein Thema sein...

      Okay, also es bleibt bei der eigentlichen Frage, wie kann ich sie friedlich und unkompliziert aber doch schon in Richtung Zwang dazu bringen, in das bald fertiggestellt Ytong-Nest umzusiedeln?

      Wenn ihr sonst noch Tips und Anregungen zur allgemeinen Unterbringung habt bitte einfach schreiben.
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      So nun zum Thema Futter und allgemeine Entwicklung:

      Die Kolonie ist auf jeden Fall vital und "lebendig". Es liegen keine toten Tiere in der Arena.

      Ich stellte mir nur die Frage, warum die Entwicklung sehr langsam voran geht. Grund dafür war, zumindest meines Erachtens nach, dass ich zu wneig Proteine zugeführt habe in Form von Insekten oder sonstigem Getier.

      Anfangs habe ich es mit überbrühten Mehrwürmern versucht, die auch 1-2 pro Woche gern angenommen worden sind. Das war dann aber schnell vorbei und die Würmer wurden gar nicht mehr angerührt.
      Der "Kornspeicher" ist gefühlt seit Wochen nicht berührt worden. Ich denke, sie haben sich in ihren Kammern aber genügend zusammen gesammelt um nicht ständig Nachschub zu holen. Sollte das aber eigentlich nicht genau so sein? Dass sie viele Körner verarbeiten und zu Ameisenbrot machen?
      Ich weiß, die Kolonie ist noch klein, es befindet sich allerdings auch nicht viel Korn-gut auf der Glasschale. Also kein Überangebot in dem Sinne.

      Naja.. jetzt habe ich ab und an mal eine Fliege in die Arena gelegt. Eine haben sie Anfang der Woche verschleppt und anscheinend aufgefuttert. Alle weiteren Fliegen die ich so über die Woche verteilt noch hineingetan habe wurden allerdings wieder mal nicht angerührt.

      Nun zu meiner Frage: Was kann ich den Ladys anbieten, gegenüber dem sie nicht nein sagen werden und was auch dazu beiträgt, dass sie isch entwickeln, viele Eier legen und sich vermehren?
      Ich wollte es jetzt mal mit Heimchen versuchen usw. Aber wenn man da selbst ne kleine Packung im Zooladen kauft werden die niemals alle.
      Und dann dazu gleich eine Frage: Solche Futtertiere vermehren sich doch dann auch irgendwann wie verrückt oder? Ich habe gelesen, dass für mittlere Koloniegrößen immer mal Kakerlaken (Schokoschaben) sehr interessant sind und super gern angenommen werden.
      Ich weiß diesbezüglich allerdings nicht die genaue Dosierung der Futterzufuhr. Auch hier ist das Problem, dass man solche Schaben zwar ohne Probleme bekommt, allerdings nur in größeren Mengen.
      Hier wieder das Problem: Die bekomme ich doch niemals alle? Selbst eine kleine Packung nicht bei der Größe der Kolonie? Und vermehren sie sich satark von selbst? Ich will keine Schabenplage in meiner Wohnung / Haus haha.

      Also hier wären mir weitehrin Tips willkommen. Was füttert ihr euren Messors an Proteinen? Was mögen sie? Wie oft füttert ihr etwas? Wo bekommt ihr Futtertiere her? Wo lagert ihr ggf. größere Mengen? Züchtet ihr sebst etc.... Fragen über Fragen.

      Anderes Futter was ich nutzen könnte wäre natürlich Zuckerwasser, Früchte, jegliche Arten von Samen/Körnern, Erbsen, Marmelade, Fischfutter, Nüsse.

      Das habe ich mir jetzt erstmal so rausgesucht. Alle Anregungen dazu bitte einfach kommentieren.

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      Wie würdet ihr das Setup der Kolonie aufbauen?

      Ich habe ja oben beschrieben wie es momentan aussieht. Und bin nicht zufrieden...
      Ich habe jetzt vor ersmal alles bis auf die Arena abzuklemmen und nur das bald fertige Ytong Nest anzuschließen. Damit sie eben ersmtla nur genau dort rein gehen können/sollen.

      Wie breits geschrieben würde ich gern wissen, wie ich dann bei guter Entwicklung weiter aufbauen soll? Ein größeres Nest am anderen Ende der Arena anschließen und auf Umzug hoffen?

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      Dann noch ein Futterproblem was mir gerade einfällt:

      Bei z.B. den Fliegen, die die Messor nicht anrühren sieht man immer wieder kleine hell gelbe Tierchen rumfleuchen. Das könnten Futtermilben sein oder Staubmilben, wenn ich das richtig sehe. Ist das gefährlich für die Ameisen? Ich habe noch keine Milben direkt AUF den Ameisen gesehen, dewegen hoffe ich, dass diese Viecher kein Problem darstellen. Ich habe auch gelesen, dass diese sich fürchterlich vermehrt haben und "aus der Arena quillen". Das muss natürlich auch nicht sein. Habt ihr da noch ein paar Tips um das zu unterbinden bzw. überhaupt nicht erst dazu kommen zu lassen, dass sowas passiert?

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      Ja.. das war erstmal ne wall of text. Aber ich hoffe ihr nehmt euch die Zeit und helft mir dabei eine tolle Ameisenart richtig und gut zu halten und darauf zu achten, dass es ihnen immer gut geht.

      Beste Grüße
      Anta
      Antavari newbie
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      Advertising: Messor minor hesperius

      [IMG:
      https://www.antstore.net/shop/images/product_images/info_images/messor_minor_hesperius.jpg] :frage:
    • Hi,

      ich habe zwar keinen Messor, aber ein paar Sachen.
      Erst mal übe dich in Geduld jede Kolonie entwickelt sich unterschiedlich schnell,
      da kann man nichts machen und Ameisen richten sich ihre Arena so ein wie es ihnen gefällt,

      da kann der Besitzer noch so viel Planen.

      Um sie zum Umzug zu bewegen musst du bedenken das sie in der Natur auch in Erdnester leben,
      eine andere Nestform muss schon sehr viel attraktiver sein.
      Wärme machen ein Nest attraktiv, aber bei den momentanen Temperaturen,
      würde ich auf kühlere Zeiten warten.


      Messor minor benötigen nicht viel Feuchtigkeit, also ich weiß nicht ob da befeuchten hilft.
      Wenn sie mehr werden, werden sie schon einziehen.


      Mehlwürmer wurden bei mir noch von keiner Kolonie auf längere Zeit gerne an genommen.
      Heimchen kannst du einfach einfrieren und dann Stückweise aus dem Gefrierfach holen.
      Fliegen werden eigentlich immer gerne von allen angenommen,
      wenn sie das nicht machen, dann haben sie einfach keinen bedarf.
      Für Schaben braucht man wirklich große Kolonien,
      ich selber halte Argentinische Waldschaben,
      die vermehren sich viel langsamer als Schokoschaben.
      Letztes Jahr habe ich 20 Stück gekauft, im Frühling waren es locker über Tausend.


      Die kleinen hell gelben Tierchen werden wohl Futtermilben sein,
      sie sind einfach nur lästig und vermehren sich ordentlich.
      Ich hatte sie auch schon einmal und hab sie nur im Winter weg bekommen,
      als die Arena leer war, was bei dir wohl nicht passieren wird.


      Gruß,
      Wolfgang


    • Hallo Wolfgang,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich habe mir vorhin eine Packung Heimchen gekauft. Soll ich die Packung jetzt wie sie ist in den Froster stellen? Ich hab mal gelesen, das nicht viele Ameisen auf Tiefkühlkost stehen. Da sind etwa 10 Stück drin. Kann ich die einfach in der Packung lassen, mir ein lebendiges Tier nehmen, dann wie immer beschrieben wird, einfach mit kochendem Wasser überbrühen und dann den Ameisen inder Arena anbieten?
      Ich habe übrigens auch eine Lasius Niger Kolonie, die wachsen und gedeihen prächtig. Obwohl sie erst wenige sind schroten die Unmengen an Viehzeug weg, bzw. immer wenn ich etwas anbiete, wird es genommen. Gestern habe ich zum Beispiel einen Mai/Junikäfer hineingelegt und der wurde schon ziemlich zerfressen.

      Ja ich weiß, dass sie gern in Erdnestern leben, habe allerdings viel recherchiert die letzte zeit und ein Ytongnest mögen sie auch sehr gern soweit ich das gesehen habe. Ich werde es mal fertigstellen und anschließen, vielleicht verirrt sich ja ein Kumpel rüber und sagt den anderen bescheid, dass es dort viel schöner ist.

      Du hast 1000 Schaben? Das habe ich gemeint. Von 20 in relativ kurzer Zeit auf 1000. Ich meine, was machst du mit dem ganzen Viehzeug? Das verbrauchst du doch niemals. Deswegen fragte ich, wie das mit der Dosierung ist. Und wenn man sich selbst Futtertiere züchtet nimmt das sehr schnell überhand und man kann es gar nicht "verwerten".

      Liebe Grüße
      Stefan
    • Hallo Stefan,
      bei mir bekommen sie fast alles aus dem Tiefkühler
      und es gab noch nie Beschwerden. :D

      Die Packung kannst einfach in den Froster stellen,
      lebende Tiere aus dem Handeln würde ich immer Überbrühen,
      ich habe einfach die Erfahrung gemacht, sie haben extrem oft Milben oder irgend eine Krankheit.

      In zwei Zentimeter Bodengrund können sie nicht ewig leben,
      daher bin ich ziemlich sicher das sie früher oder später in den Ytong einziehen.

      Bei den Schaben habe ich alle sortiert und halte Männchen und Weibchen getrennt,
      so das sie sich nicht weiter vermehren können, jeden Zweiten Tag verfüttere ich 4 Stück.
      Dadurch sind es schon weniger geworden und ich hoffe es kommt bald auf ein normales Maß.

      Gruß,
      Wolfgang
    • Neu

      Hallo Leute, leider hat niemand auf meine Fragen geantwortet.

      Ich habe inzwischen das Ytong-Nest fertiggestellt und die Kolonie ist auch direkt über Nacht umgezogen.

      Dazu könnt ihr euch folgenden Link mit Bildern anschauen:

      imgur.com/a/BPWLc7D

      Das einzige Problem was ich gerade habe: ich kann nirgendwo meine Königin ausfindig machen. Kann es sein, dass sie samt möglicher Brut im Sand unter/in der Arena verblieben ist und im neuen Nest erstmal alles "eingerichtet" werden muss bis sie nachkommt?
      Ich denke aber das ist nur eine Hoffnung.

      Wie ihr auf dem 3. Bild sehen könnt habe ich mal ein paar "Müllpartikel" aus der Arena genommen und habe nun die Befürchtung, dass die Königin bereits tot ist und schon zerlegt worden ist ??? Die Teile sehen teilweise aber auch aus wie Fliegenpanzer, die ich den Ameisen auch angeboten habe und die gern genommen werden.

      Ich weiß jetzt nicht so recht was Phase ist und was ich machen soll. Soll ich abwarten und schauen ob die "Dicke" noch nachzieht oder kann ich die Hoffnung aufgeben?

      Der Rest der Kolonie ist fleißig und macht die neuen Kammern voll, aber ich hab jetzt echt Angst, dass die das ohne ihre "Herrscherin" einfach so machen :( :(

      Gesetz dem Fall es ist wirklich so und die Queen ist verstorben, wie würde eine Kolonie auf eine neue Königin reagieren, die ich neu anschaffen würde?

      Jegliche Anregungen und Hilfe / Meinungen sind herzlich willkommen!!
    • Neu

      Das ist von außen immer schwer zu sagen.

      Meine Camponotus ligniperdus Königin ist letzten Winter verstorben,
      sie ist immer noch im Nest und wird von den Artbeiterrinen herum geschleppt.
      Es ist also durchwegs nicht immer so das eine Königin gleich zerlegt wird.

      Ich würde dieses Jahr mal abwarten, vielleicht hat sie sich nur gut versteckt.

      Eine neue Königin würden sie wohl erstmals versuchen zu töten,
      mit herunter kühlen der Kolonie oder durch langsames heran gewöhnen der Kolonie,
      an die neue Königin, ist aber machen schon eine Adoption gelungen.