Pharaoameisen Bezugsquelle

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    • Pharaoameisen Bezugsquelle

      Hallo,
      Ich möchte mich etwas kurz halten, die Frage steht ja schon oben. Und bevor eine Antwort kommt, ja ich weiß, was diese Ameisenart kann UND wie gefährlich diese Art sein kann (also destruktiv) und dennoch habe ich als Biologe großes Interesse an dieser Art, auch wenn ich Anfänger in der Ameisenhaltung bin. Ich denke als Biologe und Chemiker (um genau zu sein) verfüge ich über die Techniken und Materialien, die Ameisen auch bei einem Ausbruch im Zaun zu halten, jetzt fragt sich nur, wo ich so eine Art herbekommen könnte.
      Bei einem Ausbruch müssen ich wohl im Schlimmsten Fall mit dem Insektizid Pralletrin arbeiten, aber ich denke soweit wird es nicht kommen.
    • Bedenke, dass, je größer sie werden, sie ganz schnell irgendwo im Haus sein können, verteilt, mit ein paar Königinnen und dann vlt gut zurecht kommen. Wirkt das Insektizid nicht wirklich an solch einer Stelle, wird es richtig zum Problem. Am Ende sind sie an einem nicht zugänglichen Bereich, oder je nachdem wo zu wohnst, beim Nachbarn. Dann könnte es schnell teuer werden und unschön. Ich würde es nicht wirklich riskieren.
      Man muss das sicherlich gut abwägen, wenn du z.B. das komplette Haus abkühlen lassen kannst im Winter, keine feuchten und warmen Stellen in der Nähe hast und wie erwähnt, überall herankommst, wäre es eine Idee wert, falls man sehr großes Interesse hat. Aber bei dem Gefühl, was man hat, wenn sie entkommen sind, irgendwo im Haus sind, in einer Ritze und sie nach mehrfachem Insektizideinsatz usw immer noch in irgendwelchen Ecken auftauchen, rutscht einem doch das Herz in die Hose. Weil dann kostet es sicher ein paar 1000 Euro die Fachmännisch und effektiv loszuwerden.

      Ich als ebenfalls Biologe, rate eher ab und empfehle dir vlt Solenopsis fugax (wobei die auch schon nicht schlecht sind, was die Unkontrollierbarkeit angeht, aber sie sind wenigstens monogyn) oder Plagiolepis, Pheidole pallidula... wenn du kleine, Volksstarke Ameisenarten magst.
      Ich lebe zu Hause mit:
      Atta sexdens
      Camponotus ligniperdus
      Lasius niger
      Camponotus singularis
      Myrmicaria brunnea
      Camponotus pilicornis

      Meine Antworten sind wie immer ohne Gewähr
      :D (aber meistens richtig ;) )
    • Eben genau die Polygynie und die (fast) einzigartige Fähigkeit neue Gynen aus Larven zu züchten, wäre interessant zu studieren...
      Die einzigen Arten die so etwas noch können sind Anoplolepis gracilipes und Paratrechina longicornis, wobei letztere eher Inzucht betreibt, wobei gesagt werden muss, dass keine negativen Effekte auftreten sollen, also zwecks Gendefekten, nur leider bekommt man die so gut wie nicht und die sind beide auch nur an wärmeres Klime gewöhnt, zwar gilt das für die Pharaoameise auch, jedoch kann sie praktisch alle Temperaturen über 1-5*C überleben.

      Termiten hätten zwar auch ähnliche Eigenschaften, jedoch denke ich wäre die Anschaffung solcher (was eine Herausforderung sein dürfte) wirklich “Gehirnamputiert“, obwohl man sagen muss, dass durch ihren fragilen Körperbau, bestimmte Arten gehalten werden können, auch ohne, dass ein Ausbruch mit einer Abrissbirne für dein Haus endet.
    • Zum Thema Termiten würde ich sagen das es bei den Kalotermiten bei weitem weniger kritisch ist als bei Ameisen. Diese Arten werden kaum über 100 Individuen stark und können sehr einfach gehalten werden (es ist schon fast ein Witz wie einfach). Dagegen sind vergleichbare Ameisenarten einfach nur noch biologische Massenvernichtungswaffen.

      LG Danilo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fink2 ()

    • Ja, das Problem bei Thermiten ist wohl, dass sie sich nicht blicken lassen (photosensitiv) und Thermiten bekommt man auch nicht so einfach wie Ameisen ;)
      Rotlicht könnte zumindest Abhilfe schaffen, da es ihnen nicht schadet.

      Also prinzipiell wäre ich für pheidole offen, aber ich frage mich, ob die denn ein beheiztes Formicarium brauchen, wie gesagt ich bin Anfänger in der Ameisenhaltung, auch wenn ich mit anderen Insekten Erfahrung habe und ich denke etwas wie eine Pestameise, die auch Temperaturen von etwa 7-30*C verkraftet, wäre toll. Ich habe mal gelesen, dass bei einem sich die Kultur von etwa 200 auf 400 Ameisen in nur 5 Tagen verdoppelt hat, ich meine WOW! Also prinzipiell wäre ich definitiv interessiert, ich glaube nämlich, anders als die Meisten, dass 1000 kleine Ameisen besser sind als 100 große, das schaut einfach klump aus, finde ich zumindest.

      Wie gesagt, bei uns schwanken die Temperaturen von etwa 7-10C im Winter und 30C im Sommer, wenn die pheidole die Temperaturen verkraften ohne Heizmatte bin ich definitiv dabei.

      lg André

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von fink2 ()

    • Ich muss leider hier eingreifen,
      möchte dies vorerst, wenn sachlich diskutiert wird, nicht mit Löschung machen.
      Handeln und auch anfragen zu Invasive Arten ist aus gutem Grund nicht erlaubt.
      Auch wenn es nicht über den Flohmarkt erfolgt, macht dies keinen Unterschied.

      Über Risiken kann sehr gerne weiter informiert werden. Hier freue ich mich über gute Argumente.

      André, auch wenn sie sich mit Insekten auskennen, die Haltung ist noch mal ganz etwas anderes.
    • Auch wenn die Gattung pheidole in südlichen Ländern als invasiv betrachtet wird, kann in Deutschland wohl kaum von einer invasiven Spezies geredet werden, da diese zumal keine Chance hat den Winter zu überleben und sich somit in deutschland nicht domestiziert/verbreitet werden kann.
      Tatsächlich wird die Art Pheidole sogar “relativ“ häufig (für einen Exoten) gehalten und gehandelt.

      Und eben weil die Haltung und die biologischen Details grundverschieden sind, informiere ich mich ja über solche Spezies.

      Da ich denke, dass du, lieber Fink2 deine Meinung trotzdem dazu nicht ändern willst, möchte ich fragen, ob der Austausch von Kontaktdaten im Forum “legal“ ist.
    • Ich denke es geht ausschließlich um die Pahraoameise, nicht Pheidole :D.
      Ich lebe zu Hause mit:
      Atta sexdens
      Camponotus ligniperdus
      Lasius niger
      Camponotus singularis
      Myrmicaria brunnea
      Camponotus pilicornis

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      :D (aber meistens richtig ;) )
    • AndreLeo schrieb:

      Bin heute in meinen Bastelkeller (wohl ever Chemielabor) runtergegangen und hab auf dem Tisch ein Paar Sachen liegen lassen, hab, eine ausgebüxte Ameise gefunden und wollte sie wieder mit einem Plastikröhrchen in ihr zeitweiliges Formicarium bringen, da sehe ich tätsächlich, dass noch weitere Ameisen in dem Plastikröhrcheb waren und sie scheinen irgendetwas beschützt zu haben, da war doch tatsächlich unter den ausgebüxten Arbeiterinnen eine Gyne dabei, die Eier gelegt hat :-O
      Und du willst Pharaoameisen halten? :schuetteln:
      Wären das Monomorium pharaonis gewesen hättest du jetzt mit ziemlicher Sicherheit schon ein verseuchtes Haus, denn bei denen wäre mehr als nur eine Königin ausgebüxt.
      Und wenn die sich erstmal in die Wände verkrochen haben bekommt man die auch mit gasförmigem Insektengift nicht mehr so einfach los, da muss schon ein Experte die kompletten Zwischenräume unter hohem Druck einnebeln.

      AndreLeo schrieb:

      Auch wenn die Gattung pheidole in südlichen Ländern als invasiv betrachtet wird, kann in Deutschland wohl kaum von einer invasiven Spezies geredet werden, da diese zumal keine Chance hat den Winter zu überleben und sich somit in deutschland nicht domestiziert/verbreitet werden kann.
      Tatsächlich wird die Art Pheidole sogar “relativ“ häufig (für einen Exoten) gehalten und gehandelt.

      Und eben weil die Haltung und die biologischen Details grundverschieden sind, informiere ich mich ja über solche Spezies.

      Da ich denke, dass du, lieber Fink2 deine Meinung trotzdem dazu nicht ändern willst, möchte ich fragen, ob der Austausch von Kontaktdaten im Forum “legal“ ist.
      Pheidole megacephala ist invasiv und kann in Europa prinzipiell als Hausameise auftreten, das passiert allerdings eher selten. Typische Orte wo man sie antreffen kann sind Gewächshäuser und Zoos. In jedem Fall weit weniger gefährlich als Pharaoameisen. Bei der gleichzeitigen Haltung anderer Ameisen sollte trotzdem sichergestellt werden, dass sie nicht auskommen, denn diese Art ist hochaggressiv und fällt sehr gerne andere Ameisenarten an.
    • hast Du Dich denn überhaupt schon mal eingehend mit dieser Art beschäftigt?
      Literaur gibt es ja inzwischen genug dazu, auch über die Laborhaltung, aber es scheint mir nicht, als ob Du das kennen würdest.
      lg Franz :ant:
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      "Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen." - Abraham Lincoln :frage:
    • Als Laborhaltung im eigentlichen Sinne kann man nicht sprechen, hab ich auch nicht gesagt, ich sagte nur, dass mir mein chemischen und biologisches Fachwissen und natürlich die Methoden mir sehr beim in-Schach halten helfen würden. Bis auf ein Paar Insekten habe ich such nicht soo viel mit makrobiologie zu tun, ich bin eher in mikrobiologie tätig, beispielsweise habe ich sogar Bakterien, die leuchten, im wahrsten Sinne des Wortes, guck

      photos.app.goo.gl/p8W3VFrd7ZZ6Z8Nv5
    • ameisenforum.de/ameisenhaltung…60er-jahren-t51387-8.html

      Ich nehme mal stark an, dass Du das also nicht kennst.
      Eben darin geht es um die Haltung von Pharaoameisen in Formicarien.
      lg Franz :ant:
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      "Besser schweigen und als Narr scheinen, als sprechen und jeden Zweifel beseitigen." - Abraham Lincoln :frage: