Welches Formicarium?

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    • Welches Formicarium?

      Hallo,
      langsam festigt sich der Plan/Wunsch mir außer meiner Leptothorax Kolonie noch eine Kolonie zuzulegen, da Pheidole wohl doch keine so gute Idee ist, und ich eine Kolonie ohne Winterruhe möchte (meine Leptothorax ruhen übrigens gerade), habe ich meinen Blick auf messor (minor) hesperius geworfen, die zudem wie alle Messoren granivor ist, was mir besonders gefällt. Auch wenn normalerweise von Exoten (außer M.barbarus) als Anfänger abgeraten wird, möchte ich doch mit dieser Art mein Glück versuchen.

      Jetzt geht es nur noch um ein Formicarium, ich habe mir zwar aus transparenten (lock&lock type) Dosen einiges gebastelt, allerdings gefällt mir das noch nicht so recht.
      Da ich trotz des schönen designs nicht sonderlich viel von ebay/amazon Formicarien halte, möchte ich eines von antstore. Mein budget alleine für das Formicarium liegt bei etwa 50€, die Ameisen brauchen Größe M/L.
      Ich hätte auch gerne separat das Nest also nicht verbaut sondern mit einem Schlauch verbunden, sieht schöner aus.

      Mein Problem ist, dass ich das alles etwas unübersichtlich finde, vielleicht hat ja jemand von euch noch eine “Einkaufsliste“ von seinem Formicarium rumliegen, schließlich ist es nicht ganz übersichtlich, wie das mit den Kappen und so passt.

      Danke';-)
    • Also nicht falsch verstehen, wenn ihr ein gutes Formicarium von einer anderen Marke findet, gerne, aber ich befürchte fast, dass diy die Beste Methode wär. Diy wäre an sich kein Problem, wir haben eine Werkstatt Zuhause, aber das bedeutet ARBEIT...

      Optisch würden mir diese beiden sogar gefallen, aber ich denke die sind ungeeignet, das runde ist beispielsweise durchsichtig, dabei könnte ja das Licht zu einem Problem werden.

      amazon.de/Ameisenfarm-Circle-K…ywords=anthouse+big&psc=1

      amazon.de/AntHouse-Ameisenfarm…ID=51gnrZ0LIHL&ref=plSrch
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      Du hast aber schon gelesen das bei beide Angeboten, mit einer Königin steht?

      Ich finde beide Nester nicht geeignet um längerfristig Ameisen zu halten.

      Messor minor hesperius sollen ja oft unter Steinen leben, ich fände das gute alte Ytongnest am besten.
      Leicht zu bauen, leicht zu befeuchten.
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      Ja, die Gyne werde ich für die Erste Zeit (incl Winterruhe) im Reagenzglas mit Vorbau halten, zumindest es unter 20 Arbeiterinnen sind. Ich bin am Überlegen, ob ich nicht lieber fürs Erste eine normales Formicarium mit Endkappen und Deckel verwende von antstore und selber ein Ytong mit Erde ausgefüllt verwende. Also soweit ich weiß sind Stein/pure Ytongnester nicht geeignet, da diese Ameisenart einen schrecklichen Buddeldrang haben soll, zumindest habe ich das gelesen.

      Im Internet bin ich sogar nochmal auf eine Art gestoßen, die mir vor einiger Zeit ins auge gestochen ist, nämlich paratrechina longicornis, wäre interessant, aber ich weiß nicht so recht, klein+pest ant ist eine schlechte Mischung, allerdings hält diese Art nichts von Temperaturen unter 25C, weshalb sie in Dt nicht überlebt.

      myants.de/Ex/Kolonien-Paratrec…erschiedene-Groessen.html

      Eure Meinung? Ich werde zwar vermutlich bei M. hesperius bleiben, aber interessehalber, was denkt ihr?

      Die Tatsache, dass myants auch bullet-ants verkauft lassen wir mal außenvor. Ich zitiere, der Stich ist ja nicht einmal so schlimm wie der einer Wespe“ Was mich natürlich an der Seriösität dieses Shops zweifeln lässt.
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      AndreLeo schrieb:

      Eure Meinung? Ich werde zwar vermutlich bei M. hesperius bleiben, aber interessehalber, was denkt ihr?
      Hier mal ein Bild einer 2 Jahre alten Messor minor hesperius Kolonie. Nur damit die Größenordnung von der wir hier sprechen klar ist.
      ameisenauktion.de/images/item_images/gallery/1350_0.jpg

      AndreLeo schrieb:

      Die Tatsache, dass myants auch bullet-ants verkauft lassen wir mal außenvor. Ich zitiere, der Stich ist ja nicht einmal so schlimm wie der einer Wespe“ Was mich natürlich an der Seriösität dieses Shops zweifeln lässt.
      Naja, kommt zum einen drauf an wo man gestochen wird (Arm tut weniger weh als Nase) und zum anderen um welche Wespe es geht - klar, wenn man den Stich mit Pepsis vergleicht, dann wirkt der relativ gesehen nicht ganz sooo schlimm (anderseits ist beim Pepsis-Stich das schlimmste nach 5 Minuten halt schon wieder vorbei).

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      Und ja, ich kenne die Dimensionen, aber mit richtiger Temperatur und weniger Nahrung, UND wenig Platz, hält sich das auch in Grenzen, die Koloniegröße passt sich ja dem verfügbaren Platz an...mehr oder weniger. Als Alternative sehe ich noch Polyrhachis, die leicht zu halten, polygyn und etwas besonderes sind, zwar sind das Exoten, aber sie können durch Inzucht befruchtete Gynen nachziehen, was die Kultur attraktiv macht. Zudem sind sie größer als paratrechina und das macht mir weniger Angst, wenn ich die Kultur auf meinem Schreibtisch neben meinem Bett habe. Am Coolsten von allen Ameisen sind logischerweise Atta und Acromyrmex, nur das traue ich mir nicht zu für das Geld und den Aufwand
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      AndreLeo schrieb:

      Da ich denke, dass sie normale Wespen meinen und die Tatsache besteht, dass der Stich einer bullet ant der schmerzhafteste Stich der Welt ist (gibt sogar ne Skala dafür) bezweifele ich das eher mal. Jeder wie er meint, vielleicht gibt es ja auch eine weniger engl. venomous Rasse von denen

      Im Insektenreich steht sie ziemlich weit oben, den Spitzenplatz unter den Insekten auf der Schmerzskala nehmen aber die Wespen des Genus Pepsis ein - wenn man von denen gestochen wird ist das schlimmste zwar nach 5 Minuten vorbei, kurzzeitig ist der klar stechende Schmerz aber so heftig, dass der Betroffene zu keinerlei bewusster Handlung mehr fähig ist und häufig sogar ein kurzes Blackout erleidet - das hat dazu geführt dass die relativ schwerfälligen Wespen gegenüber Bejagung durch Säugetiere praktisch immun sind. Der Stich von Pepsis ist aber auf kurzen intensiven Schmerz ausgerichtet.

      Schmerzhafter als der Stich einer Wespe dürfte der Stich einer Paraponera aber durchaus sein (und v.a. brennt der mehrere Stunden unvermindert weiter), das so zu verharmlosen finde ich auch eher grenzwertig. Zumal es genug Minderjährige gibt, die dank Youtubevideos und Internethype genaus solche möglichst fiesen Spezies wollen, sich aber nicht darüber im klaren sind dass auch sie selbst ganz schnell am falschen Ende der Ameisen landen können.

      AndreLeo schrieb:

      Und ja, ich kenne die Dimensionen, aber mit richtiger Temperatur und weniger Nahrung, UND wenig Platz, hält sich das auch in Grenzen, die Koloniegröße passt sich ja dem verfügbaren Platz an...mehr oder weniger.

      Bei Messor dürfte das etwas schwierig zu kontrollieren werden, da die ja gerne Vorräte einlagern und auch sonst sehr genügsam sind (ich kenne Leute die ihre Messorkolonien für 4-5 Monate "vergessen" haben und die sind in der Zeit regelrecht explodiert, teilweise hatte die nichtmal eine Wassertränke zur Verfügung).
      Auch werden Ameisen, wenn sie in ihrer Anlage nicht genug Futter finden mit Nachdruck versuchen auszubrechen und gerade Messor haben da ein paar sehr fiese Tricks drauf.

      Polyrhachis wären eine Möglichkeit, die sind aber halt oft recht anspruchsvoll was Temperatur und vor allem Luftfeuchtigkeit angeht.

      Generell brauchen viele Ameisenarten halt einfach Platz und das sollte man einplanen. Kann man eine Ameisenart nicht artgerecht halten sollte man sie sich auch nicht anschaffen - kauft sich ja auch keinen einen Husky für eine 50m²-Innenstadt-Wohnung.

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      Also ich denke wirklich entweder Messor oder Polyrhachis sind die Besten Möglichkeiten, wie gesagt, trotz Interesse an Acromyrmex befürchte ich, dass als (fast) Neuling das sehr schwer sein dürfte, da ja der Pilz ganz bestimmte Bedingungen braucht.

      Mein Hauptinteresse liegt halt an Arten, die durch Inzucht zB oder klonen (siehe paratrechina) Königinnen ziehen können, da die Kolonie dann praktisch ewig wehrt und sogar die Möglichkeit besteht ein bisschen Geld nebenbei zu verdienen. Es ärgert mich nur, wenn ich Händler sehe, die für eine lasius oder formica 20-50€ verlangen, die sie vermutlich entweder los werden wollen oder im Garten gesammelt haben :cursing: .

      Könnte sich eine polygyne Messor-Art auch durch klonen oder Inzucht vermehren, würde ich dafür sogar 80€ ausgeben. Das Problem ist hier wirklich, dass diese Arten entweder invasiv, unbezahlbar oder beides sind.

      Die Fähigkeiten von messor, Acromyrmex, Atta und polyrhachis machen es umso cooler, ich meine, welcher ameisenbegeistere würde keine Blattschneiderameisen wollen?! ?(
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      Hi, wie gesagt ich kann dich immer noch gerne an jemanden mit Pheidole megacephala weiter leiten. Der wird dir sicherlich eine Kolonie verkaufen, vor allem weil seine in Moment ziemlich explodiert ist (über 100Gynen)
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      Naja kleiner als Monomorium sind die sicher nicht. Ich denke ca 1-2 mm groß sind die normalen Arbeiterinnen, die Soldaten natürlich was größer. Ansonsten schick mir mal per pn deine Handynummer, dann kann ich die weiterleiten
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      Kleiner als M. pharaonensis nicher nicht, die wollte ich ja auch schließlich nicht in einem “richtigem Formicarium“ sondern eher in einem Glas mit Stöpsel (geschützt durch PE-Folie und Kork) halten, da ja keine ausbrechen dürfen X/ .
      Die hätte ich aus rein als Studienobjekte verwendet, aber mein persönliches Interesse wächst und wächst. Würde nir jemand eine Atta oder Acromyrmex Kolonie für <100€ anbieten, könnte ich nicht nein sagen. 8)
      Aber daran traue ich mich nicht ;(